Mit 96,9 Prozent der Stimmen wurde Ayla Çelik als Vorsitzende der GEW NRW wiedergewählt. Sie steht seit 2022 an der Spitze der Bildungsgewerkschaft.
In einer kämpferischen Rede erklärte Ayla Çelik: „In Zeiten, in denen demokratiefeindliche Kräfte unsere Gesellschaft spalten und die Grundwerte unserer Demokratie angreifen, braucht es mehr denn je starke Bildungseinrichtungen, die nicht den Mangel verwalten, sondern Zukunft gestalten.
Bildung eröffnet Chancen, Bildung emanzipiert und ist Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und eine wehrhafte Demokratie. Sie entscheidet darüber, ob junge Menschen Vertrauen in Demokratie entwickeln können. Deshalb dürfen wir uns nicht damit abfinden, dass Bildungs- und Lebenschancen in NRW weiterhin ungleich verteilt sind. Lasst uns weiter dafür kämpfen, dass Bildung kein Privileg, sondern ein Recht ist!“
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Caroline Lensing und Stephan Osterhage-Klingler im Amt bestätigt.
Caroline Lensing unterstrich die Bedeutung von Demokratiearbeit. „Demokratie bleibt nur stabil, wenn Menschen sich sicher fühlen. Wenn sie wissen, dass sie von ihrer Arbeit leben können und wenn sie wissen, dass ihre Rechte nicht zur Disposition stehen. Die GEW NRW steht an der Seite aller, die Demokratie in ihrem beruflichen Alltag verteidigen.“ Die Gymnasiallehrerin aus Neuss erhielt 94,9 Prozent Zustimmung.
Stephan Osterhage-Klingler betonte die Wichtigkeit von Mitbestimmung für eine starke Demokratie: „Mitbestimmung ist ein zentraler Pfeiler unserer Demokratie. Das ist ein klarer Auftrag an alle unsere Personalräte aber vor allem auch an die Landesregierung und die Arbeitgeber.“ 97,1 Prozent der Delegierten votierten für den Förderschullehrer aus Detmold.
Ebenfalls wiedergewählt wurde Christian Peters, der das Amt des Kassierers weiterhin innehat.
Bis einschließlich Samstag beraten die Delegierten über die künftigen politischen Leitlinien der GEW NRW. Die Gewerkschaft fordert insbesondere eine nachhaltige Fachkräfteoffensive für alle Bildungsbereiche, bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung, eine Stärkung demokratischer Bildung, dauerhafte Perspektiven für wissenschaftlich Beschäftigte sowie eine konsequente Orientierung an Chancengleichheit.







