„Wir alle wissen, dass sich Belastungen durch Hitze nicht an Jahrgangsstufen orientieren. Daher ist es erfreulich, dass das Schulministerium in dieser Frage schnell reagiert hat. Das ist ein wichtiges Signal für Beschäftigte, Schüler*innen und ihre Familien“, erklärt Ayla Çelik, Landesvorsitzende der GEW NRW.
Mit ihrer jüngsten Forderung nach klaren Hitzefrei-Regeln auch für die Oberstufe hat die GEW das Thema in den politischen Diskurs eingebracht und deutlich gemacht, dass Gesundheitsschutz nicht an einer Jahrgangsgrenze enden darf. „Die nun erfolgte Anpassung zeigt, dass der Dialog zwischen Beschäftigten, Gewerkschaft und Politik konkrete Verbesserungen bewirken kann“, so Çelik.
Aus Sicht der GEW NRW kann die jetzige Entscheidung jedoch nur ein erster Schritt sein. Die zunehmenden Hitzewellen machen deutlich, dass Schulen langfristig besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden müssen. Dazu gehören verbindliche Hitzeschutzkonzepte, bauliche Maßnahmen wie Verschattung und Kühlung sowie Investitionen in klimaresiliente Schulgebäude.
„Wir sollten aus der Corona-Pandemie unsere Lehren ziehen und vorausschauend handeln“, mahnt die GEW-Landesvorsitzende. „So unvorbereitet wie damals dürfen wir im Umgang mit der Klimakrise und ihren Folgen nicht sein. Wir müssen unsere Schulgebäude und Kitas so ausstatten, dass sie krisenfest und zukunftssicher sind. Dazu gehört, jetzt Lern- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die auch an heißen Tagen gesundes Lernen und Arbeiten ermöglichen. Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn Belastungen da sind; wir müssen vorsorgen, bevor sie zum Problem werden.“
Die GEW NRW sieht in der Entscheidung des Ministeriums einen Erfolg für den Gesundheitsschutz an Schulen und einen Beleg dafür, dass gewerkschaftliches Engagement politische Veränderungen anstoßen kann.





