



Ayla Çelik kandidiert für das Amt der Vorsitzenden
Liebe Kolleg*innen,
die Bildung steht in unserem Land unter Druck. Lehrkräfte arbeiten am Limit, pädagogische Fachkräfte kämpfen mit schlechten Rahmenbedingungen, Studierende und Auszubildende spüren die Folgen jahrelanger Unterfinanzierung. In NRW erleben wir seit Jahren eine Bildungspolitik, die große Worte macht und kleine Schritte geht. Der eklatante Personalmangel, der massive Sanierungsstau, die unzureichende Digitalisierung und eine Bildungsfinanzierung, die strukturell hinter dem Bedarf zurückbleibt – dieser Zustand ist kein Naturereignis, sondern das Ergebnis politischer Prioritätensetzung. Besonders deutlich wird das am Sozialindex: Seit Jahren von uns gefordert, aber in seiner aktuellen Ausgestaltung – ohne zusätzliche Ressourcen – nicht geeignet, um die vorhandene Chancenungleichheit zu überwinden.
Gute Arbeitsbedingungen und gute Bildung
Im Zentrum meiner Kandidatur steht die Überzeugung, dass gute Bildung nicht bei Reformpapieren und schönen Konzepten beginnt. Sie beginnt mit guten Arbeitsbedingungen, die die Beschäftigten in die Lage versetzen, pädagogisch-didaktisch wertvoll arbeiten zu können. Dazu gehören faire Bezahlung, verlässliche Beschäftigungsverhältnisse, echte Mitbestimmung und ausreichend Zeit. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir diese Themen weiterhin deutlich, solidarisch und konsequent als GEW NRW vertreten – gegenüber Politik, Arbeitgebern und der Öffentlichkeit.
Ein weiterer Schwerpunkt für mich ist die Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Ich bin überzeugt: Beste Arbeitsbedingungen sind die Voraussetzung für gute Bildung und chancengleiche Bildungsbiografien. Wenn Kinder und Jugendliche individuell gefördert werden sollen, muss den Beschäftigten Zeit für Beziehung, Kooperation, Beratung und Qualitätssicherung zur Verfügung gestellt werden. Wenn Inklusion, Integration und Ganztag gelingen sollen, müssen sie nachhaltig finanziert und über Mindeststandards flächendeckend sichergestellt werden, damit die unzureichenden Rahmenbedingungen nicht länger den Beschäftigten sowie den Kindern und Jugendlichen auf die Füße fallen. Beim Thema Digitalisierung müssen endlich eine funktionierende Infrastruktur sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung selbstverständlich sein.
Deshalb stehe ich für eine Gewerkschaft, die Innovation fordert, Diskriminierung klar entgegentritt und Chancengleichheit aktiv fördert – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter oder Beschäftigungsstatus. Dazu gehört auch eine klare tarifpolitische Haltung: Die faire Entlohnung der Erzieher*innen, die Gleichstellung aller Lehrämter auf A13 / EG 13 und die Abschaffung prekärer Beschäftigung – insbesondere an Hochschulen sowie im Erwachsenen- und Weiterbildungsbereich – sind keine Maximalforderungen, sondern überfällige Selbstverständlichkeiten. Gleiches gilt für ein verbindliches behördliches Gesundheitsmanagement angesichts dauerhaft hoher Belastung.
Gemeinsam Druck aufbauen
Uns sollte in diesen herausfordernden Zeiten klar sein, dass wir uns als Gewerkschaft nicht auf Appelle beschränken dürfen. Unsere Aufgabe wird es unter anderem sein, Druck zu organisieren – solidarisch, vernetzt und konfliktfähig. Die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen sollte es uns als Gesellschaft wert sein, mindestens so viel in Bildung zu investieren wie derzeit in Waffen investiert wird.
Gleichzeitig steht auch unsere Organisation vor wichtigen Weichenstellungen. Der begonnene Organisationsentwicklungsprozess ist notwendig, um unsere Schlagkraft zu erhöhen. Dazu gehören: klarere Kommunikationsstrukturen, stärkere Unterstützung des Ehrenamts und der Ausbau der digitalen Infrastruktur zur vernetzten Beteiligung innerhalb unserer Strukturen.
Ich kandidiere, um eure Interessen verlässlich und klar zu vertreten und gemeinsam mit euch politischen Druck aufzubauen.
Bildung ist das zentrale demokratische Versprechen unserer Gesellschaft. Sie entscheidet darüber, ob Herkunft weiter über Zukunft bestimmt. Dieses Versprechen einzulösen, ist eine Frage der Gerechtigkeit – und der Haltung. Dafür trete ich an. Konsequent, solidarisch und mit dem Anspruch, Veränderungen nicht nur zu fordern, sondern sie gemeinsam durchzusetzen. Denn nur gemeinsam können wir der Hebel für Veränderung sein. Ich freue mich über eure Unterstützung.


Caroline Lensing kandidiert für das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden
Liebe Kolleg*innen,
seit meiner Zeit an einer Schule im Duisburger Norden, an der Integration, Diversität und soziale Ungleichheit gelebter Alltag waren, prägen diese Erfahrungen meinen Blick auf Bildungspolitik und meine gewerkschaftliche Arbeit. Als stellvertretende Landesvorsitzende der GEW NRW setze ich mich mit Überzeugung dafür ein, dass die Interessen der Beschäftigten in Schule und Bildung klar, solidarisch und sichtbar vertreten werden. Diese Arbeit möchte ich fortsetzen – deshalb kandidiere ich erneut für das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden.
Meine politischen und gewerkschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Integration, Diversität, Frauenpolitik und Schule. Bildungsgerechtigkeit ist für mich kein Schlagwort, sondern tägliche Aufgabe. Mir ist wichtig, dass die GEW NRW eine starke Stimme gegen Diskriminierung ist und sich aktiv für Gleichstellung und gute Arbeitsbedingungen einsetzt. Ich bringe unsere Positionen in landesweite feministische und gewerkschaftliche Debatten ein und stärke die Vernetzung über Organisationsgrenzen hinweg.
Ein weiteres zentrales Anliegen ist für mich die Mitgliedergewinnung und der Generationenwechsel. Die GEW lebt vom Engagement ihrer Mitglieder – besonders jüngere Kolleginnen und Kollegen brauchen Raum, Gehör und echte Beteiligungsmöglichkeiten. Ich möchte dazu beitragen, unsere Gewerkschaft offen, vielfältig und zukunftsfähig aufzustellen.
Ich stehe für Verlässlichkeit, Teamarbeit und eine solidarische GEW NRW. Wenn mir auf dem Gewerkschaftstag im Mai 2026 erneut das Vertrauen für eine weitere Amtszeit ausgesprochen wird, würde ich mich sehr freuen.


Stephan Osterhage-Klingler kandidiert für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden
Liebe Kolleg*innen,
als Bildungsgewerkschaft sind wir die einzige Gewerkschaft, die Beschäftigte in allen Bildungsbereichen von der frühkindlichen Bildung über die einzelnen Schulformen bis hin zur Hochschule und Erwachsenenbildung vertritt. Diese sehr verschiedenen Blickwinkel auf die Bildung machen eine unserer großen Stärken aus. Gemeinsam mit vielen engagierten Kolleg*innen zu überlegen, wie wir bessere Arbeitsbedingungen der Kolleg*innen in allen Bildungsbereichen erreichen und wie wir durch bessere Rahmenbedingungen in der Bildung die Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen in unserem Land nachhaltig erhöhen können, das hat mir in den letzten Jahren viel Spaß gemacht. Gemeinsam mit euch allen möchte ich mich daher weitere vier Jahre hierfür einsetzen.
In den letzten Jahren hat sich leider der politische und gesellschaftliche Diskurs verändert und immer weiter nach rechts verschoben. Das Erstarken rechter Positionen spüren wir immer wieder in allen Bildungsbereichen. Dagegen müssen gerade wir uns als Gewerkschafter*innen starkmachen und bewusst Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Benachteiligung setzen. Diese Auseinandersetzung wird uns die kommenden Jahre weiter intensiv beschäftigen. Wir müssen sie gemeinsam führen, um für Demokratie und Vielfalt einzustehen. Dazu möchte ich – mit euch allen – einen Beitrag leisten.
Gemeinsam haben wir in den letzten vier Jahren erste Schritte unternommen, die GEW NRW effektiver und moderner aufzustellen. Das beinhaltet immer auch einen großen Aushandlungsprozess mit allen Beteiligten, der nicht immer einfach ist. Wir müssen als GEW NRW weiter versuchen, interne Synergieeffekte besser zu nutzen und Prozesse mehr gemeinsam zu gestalten und zu organisieren. Gerne möchte ich diesen angestoßenen Prozess mit allen Beteiligten weitere vier Jahre voranbringen.


Christian Peters kandidiert für das Amt des Kassierers
Liebe Kolleg*innen,
zu meinen Aufgaben als Kassierer gehört die Kassen- und Vermögensverwaltung der GEW NRW mit der Durchführung und Kontrolle des Zahlungsverkehrs, Planung der Liquidität und Geldanlage, Haushaltsplanung, Rechnungslegung und Aufstellung der Bilanzen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist auch die Mitgliederverwaltung, -pflege, -bindung und -gewinnung.
Ich möchte dazu beitragen, dass die GEW NRW wieder einen Mitgliederzuwachs verzeichnen kann und es gelingt, dass die GEW NRW ihren Organisationsgrad ausbaut. Eine hohe Kampfkraft und ein hoher Organisationsgrad bedingen sich gegenseitig und müssen deshalb gefördert werden. Dafür werde ich mich einsetzen und kandidiere daher für das Amt des Kassierers.







