Essen – Mit Protestaktionen und Streiks machen heute bundesweit mehrere tausend Hochschulbeschäftigte und Studierende an über 80 Hochschulstandorten auf ihre Interessen aufmerksam. An mehr als 60 Standorten wird gestreikt. Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und anderer Organisationen.
„Die geplanten Kürzungen im Hochschulbereich sind ein hochschulpolitisches Alarmsignal“, mahnt Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW. „In Nordrhein-Westfalen bedeutet die geplante Kürzung von 120 Millionen Euro in der Grundfinanzierung fast das gesamte Jahresbudget der Universität Siegen. Die Streichungen bedeuten Stillstand und Abbau: unbesetzte Stellen, ausgedünnte Studienangebote und schlechtere Betreuung. Dieser Sparkurs gefährdet Karrierewege, verschlechtert Studienbedingungen und schwächt die Zukunftsfähigkeit unseres Landes!“
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes hatten zu Aktionen und Streiks an zahlreichen Hochschulen aufgerufen. Sie reagierten damit auf die Blockadehaltung der Länder, die in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Januar in Potsdam kein verbindliches Angebot vorgelegt hatten.
Neben den geforderten Entgeltanpassungen drängen die Gewerkschaften auf verbindliche tarifliche Regelungen für studentische Beschäftigte. „Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu Lehre, Forschung und Verwaltung, arbeiten jedoch häufig unter prekären Bedingungen: befristete Verträge, unsichere Arbeitszeiten und eine Bezahlung, die kaum zum Leben reicht. Ein vollwertiger Tarifvertrag ist kein Entgegenkommen, sondern längst überfällig und sozialpolitisch geboten“, betont Ayla Çelik.
Studierende und Hochschulbeschäftigte stehen solidarisch zusammen! Für die GEW ist klar: Exzellente Lehre und Forschung, gute Arbeits- und Studienbedingungen für alle sind kein Luxus, sondern Grundlage für eine demokratische und zukunftsfähige Gesellschaft!
Info: Weitere Informationen sowie eine Übersicht der beteiligten Hochschulen finden Sie unter www.hochschulaktionstag2026.de.







