Essen – Anlässlich des bundesweiten Bildungsprotesttags am 19. September in Köln fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW NRW) eine grundlegende Wende in der Bildungspolitik. Damit gleiche Bildungschancen nicht nur ein Versprechen bleiben, braucht es strukturelle Veränderungen, ausreichend Personal, spürbare Entlastung für die Beschäftigten und eine dauerhaft bedarfsgerechte Finanzierung des Bildungssystems.
„Lehrkräftemangel, überlastete Beschäftigte und Schüler*innen, die die zentralen Basiskompetenzen nicht erreichen oder die Schule ohne Abschluss verlassen. Das zeigt, wie groß der Handlungsbedarf in unserem Bildungssystem ist“, erklärt die Vorsitzende der GEW NRW, Ayla Çelik. „Bildung ist die wichtigste Zukunftsinvestition. Ein ,Weiter So‘ – ohne einen notwendigen Kurswechsel einzuleiten – bedeutet: Wir verspielen nicht nur die Chancen einer ganzen Generation, sondern gefährden die Zukunft unserer Gesellschaft und unserer Demokratie.“
PISA und der aktuelle Bildungsmonitor führen erneut vor Augen, wie groß der Handlungsdruck ist: Zu viele Kinder und Jugendliche erreichen grundlegende Kompetenzen nicht, zugleich hängen Bildungschancen und der Bildungserfolg weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab. „Wir sollten aufhören, uns nach jeder neuen Bildungsstudie gemeinsam zu erschrecken und die nächste Alarmstufe auszurufen. Die zentralen Probleme sind seit Jahren bekannt. Wir wissen auch, eine richtige Diagnose allein fördert noch kein Kind. Entscheidend ist, dass der Diagnose die konkrete Förderung folgt. Dafür müssen zuerst die Voraussetzungen geschaffen werden: ausreichend Personal, Zeit für Förderung und Ressourcen, die dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Das ist für uns die richtige Reihenfolge“, so Ayla Çelik. „Wir dürfen den Mangel nicht länger verwalten. Wir müssen die Bedingungen verändern, damit jedes Kind die Förderung bekommt, die es braucht - und die Beschäftigten die Bedingungen haben, um gute Bildung möglich zu machen. Dafür braucht es die Bildungswende JETZT!“
Die GEW NRW ruft deshalb Beschäftigte, Eltern, Schüler*innen sowie alle Menschen, denen gute und chancengleiche Bildung wichtig ist, dazu auf, sich am Bildungsprotesttag am 19. September 2026 in Köln zu beteiligen und gemeinsam für eine echte Bildungswende einzustehen.
In Köln findet die zentrale Kundgebung für ganz Deutschland statt. Die Vorsitzende der GEW NRW, Ayla Çelik, wird als Rednerin sprechen und die Forderungen der GEW NRW nach einer grundlegenden Bildungswende bekräftigen.
- 11 Uhr: Demo ab Friesenplatz
- 13 Uhr: Kundgebung auf dem Heumarkt
Hintergrund:
Bildungswende JETZT! ist ein bundesweit aktives Bündnis aus Gewerkschaften, Bildungsverbänden, Eltern-, Schüler*innen- und Studierendenvertretungen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Mehr Informationen finden Sie hier: www.bildungswende-jetzt.de







