Pressemitteilungen 22.06.2018

GEW NRW unterstützt #NotMyHochschulgesetz

Wissenschaft und ForschungHochschullehreAusbildung
GEW NRW unterstützt #NotMyHochschulgesetz

Restriktive Regelungen zu Lasten der Studierenden

Die GEW NRW unterstützt die studentische Kampagne #NotMyHochschulgesetz und ruft zur Teilnahme an den Aktionen auf. Landes-Asten-Treffen NRW, Studierendenschaften und studentische Organisationen wie der Landesausschuss der Studierenden in der GEW (LASS) protestieren gegen drohende Reglementierungen und Verschärfungen durch die geplante Novellierung des Hochschulgesetzes. Dazu finden an vielen Universitäten Aktionen statt, unter anderem in Münster, Aachen, Bochum, Essen, Köln.

  • Autor*in: Berthold Paschert
  • Funktion: Pressesprecher der GEW NRW
Min.

Dorothea Schäfer, Vorsitzende der GEW NRW,  erklärte dazu: „Der Protest der Studierenden ist berechtigt. Die Landesregierung plant drastische Einschnitte bei der studentischen Mitbestimmung, wie die Abschaffung von Studienbeiräten, und will durch die Einführung verbindlicher Studienverlaufsvereinbarungen das Studium verschulen und reglementieren. Wir lehnen diese restriktive Regelungen zu Lasten der Studierenden ab.“

Nina Krüger, Sprecherin des Landesausschusses der Studierenden der GEW NRW (LASS), kündigt an: „Wir werden sowohl an den Hochschulen darum ringen als auch lautstark dafür demonstrieren, dass die Qualität von Forschung und Lehre nicht eingeschränkt, sondern ausgebaut wird. Dafür dürfen die Universitäten nicht weiter verschult werden. Ebenso ist die demokratische Konstitution der Universitäten dafür essentiell. Jeglichen Einschränkun-gen der Mitbestimmung treten wir deshalb vehement entgegen und fordern stattdessen die Förderung selbstbestimmter Nachwuchsakademiker*innen und gute Arbeitsbedingungen für alle Kolleg*innen an den Hochschulen.“

Im Zentrum der studentischen Debatte auf dem Campus und in den Hörsälen stehen die grundsätzlichen Ausrichtung der Universitäten sowie die Erwartungen der Studierenden an eine gute selbstbestimmte Lehre und Forschung. Ein besonderer Dorn im Auge sind den Studierenden die geplanten Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger*innen, flächendeckende Ausweitung von Anwesenheitspflichten sowie die Einschränkungen der studentischen Mitbestimmung. Auch die Streichung der sog. Zivilklausel wird kritisiert.

Zum Schluss der Aktionswoche finden am Samstag, 23.6., zwei Demonstrationen in Köln, 11.00 Uhr, Albertus-Magnus-Platz, und in Münster, 13.30 Uhr, Schlossplatz, statt.