Nur mal schnell in die Vergangenheit reisen …
Voll ungerecht, denkt Bibi. Eigentlich wollte sie wie ihre Freundin Marita ein Praktikum bei der Polizei machen. Gelandet ist sie letztendlich allerdings im Museum. Als Museumswärterin in der Ahnengalerie! Wie langweilig! Nun ja, zumindest so lange, bis Bibi beginnt, die dargestellten Situationen in den altehrwürdigen Gemälden ein wenig aufzumischen. Statt ernster Blicke: ein Lächeln. Statt einer drögen Zusammenkunft: etwas Spaß mit Luftballons. Statt stillem Herumstehen: ein beschwingter Walzer. Doch Bibis kleine Hexereien führen sogleich zu einer Rüge. In die Geschichte einzugreifen, kann ungeahnte Folgen haben. Und als Hexe kommt Bibi deswegen eine besondere Verantwortung zu.
Unerwartet aufregend wird Bibis Praktikum dann aber doch noch. Denn bereits in der ersten Nacht ihres Praktikums ereignet sich im Museum plötzlich ein Stromausfall – und eine alte Spieluhr mitsamt einem Diamanten, der alle Wünsche erfüllen soll, wird gestohlen. In Verdacht gerät ausgerechnet die freundliche Farrah, die die Ausstellung mit Erbstücken ihrer Familie kuratiert und Bibi kurz zuvor die Besonderheiten der Spieluhr erklärt hat. Für Bibi steht fest, dass sie Farrah helfen muss. Und die Lösung klingt zunächst einmal recht einfach: „Wir hexen uns in die letzte Nacht!“ Dann könnte Bibi beobachten, wer den Diebstahl begangen hat und den Fall aufklären. Mit etwas hexkraftverstärkendem Hexenkraut ihrer Mutter und mit Unterstützung von Marita macht sich Bibi ans Hexen. Doch aus einer Nacht werden 139 Jahre. So landen Bibi und Marita im Jahr 1887.
Dort treffen sie auf die junge Fritzi von Klunkerburg, die Ururururgroßmutter von Farrah. Und die steckt in großen Schwierigkeiten. Denn ihre Tante Mathilde will Fritzi mit ihrem Cousin August verheiraten – sofern diese ihr nicht die Zahlenkombination für die Spieluhr verrät, durch die sie an den wertvollen Diamanten kommen könnte. Fritzi jedoch weigert sich und ist ohnehin viel zu selbstbewusst, um sich den Plänen ihrer Tante unterzuordnen. Heimlich hat sie längst ihre Flucht zu ihrer Tante nach Frankreich vorbereitet und träumt davon, später einmal zu studieren. Mit Hilfe von Bibi und Marita gelingt Fritzi die Flucht. Doch Bibi und Marita werden festgenommen – und haben noch ein viel größeres Problem. Für kleine Hexereien in der Vergangenheit musste Bibi nahezu ihre gesamte Hexkraft einsetzen. Nun reicht sie nicht mehr, um Bibi und Marita gemeinsam zurück in die Gegenwart zu schicken. Beide beschließen, dass Marita daher alleine zurückgehext werden soll, um Bibis Mutter um Hilfe zu bitten.
Während Marita in der Gegenwart ist und Bibis Junghexenfreundinnen dazu überreden kann, Bibi zu helfen, überschlagen sich in der Vergangenheit die Ereignisse. Fritzi kehrt zurück, weil sie bei der Flucht ihre Spieluhr verloren hat. Unterdessen hat der junge Dienstbote Maxim, der ein Auge auf Fritzi geworfen hat, Bibi aus dem Gefängnis befreit. Gemeinsam verlassen sie das Schloss über einen Geheimgang und beginnen, im nahegelegenen Wald nach Hexenkraut zu suchen, das Bibi für ihre Reise zurück in die Gegenwart benötigt. Noch ehe Bibi Erfolg hat, gelingt Bibis Freundinnen Schubia und Flauipaui die Zeitreise zu Bibi. Mit dem mitgebrachten Hexenkraut aus der Zukunft ist auch die Rückreise in die Gegenwart kein Problem mehr. Mit Bibis Wissen aus der Vergangenheit über Geheimgänge im Schloss – dem heutigen Museum – können die Kinder sogleich die Spur der Spieluhr-Diebe aufnehmen. Sie decken eine Nachfahrin von Mathilde und einen korrupten Museumsdirektor als Täter*innen auf. Und schließlich findet Bibi in der Spieluhr noch einen Brief. Geschrieben von einer glücklichen Fritzi und adressiert an: Bibi.







