Jetzt Wahlrecht nutzen

Deine Stimme zählt!

Im Juni 2024 steht die Personalratswahl an. Hier wählst du die Personalvertretung an deiner Schule. Warum du einen Personalrat brauchst? Wir erklären es dir! Der Personalrat

  • setzt sich für deine Interessen und Rechte ein.
  • stärkt dir den Rücken bei Konflikten.
  • wacht über eine gerechte Eingruppierung.
  • schützt dich vor Benachteiligung.
  • berät dich im persönlichen Gespräch.
  • trifft Vereinbarungen zur Verbesserung deiner Arbeitsbedingungen.
  • ist für dich da.

Geh also wählen. Je mehr Stimmen dein Personalrat bekommt, umso stärker kann er sich für deine Interessen einsetzen.

Wir setzen uns für deine Entlastung ein

Was ist dir zu viel? Das haben wir dich bei unserer Umfrage zur Überlastungen an Schulen in NRW gefragt. Rund 24.000 Beschäftigte haben gesagt, was sie bewegt und klar gemacht: Die Belasungsgrenze ist erreicht!  Dank der zahlreichen Rückmeldungen wissen wir jetzt, wo du und deine Kollegi*innen am meisten Entlastungen brauchen.

Deshalb fordern wir und unsere Personalratskandidat*innen in deinem Sinne:

  • weniger Verwaltungstätigkeiten
  • mehr Kolleg*innen
  • kleinere Klassen

Du hast die Wahl 

Unabhängig vom Beschäftigungsumfang und -dauer - egal, ob verbeamtet oder tarifbeschäftigt - du darfst deine Stimme bei der Personalratswahl abgeben:

  • Lehrkraft
  • pädagogische Mitarbeiter*in im Landesdienst
  • pädagogische Fachkraft im Multiprofessionellen Team (MPT-Kräfte)
  • Alltagshelfer*in
  • Referendar*in
  • Teilnehmer*in nach Ordnung zur berufsbegleitenden Ausbildung (OBAS)

Du bist unsicher, ob du wirklich wählen darfst? Frag gern bei deinem Personalrat nach!

Mehrstufige Personalvertretung

Du arbeitest an einer Grundschule? Dann wählst du die einzelnen Mitglieder des Personalrats auf drei verschiedenen Ebenen - du hast also je eine Stimme für 

  • den Bezirkspersonalrat
  • den Hauptpersonalrat
  • und den örtlichen Personalrat

Du arbeitest an einer weiterführenden Schule? Dann wählst du die einzelnen Mitglieder des Personalrats auf zwei verschiedenen Ebenen - du hast also je eine Stimme für

  • den Bezirkspersonalrat  
  • und den Hauptpersonlarat

Der Personalrat hat bis zu 25 Mitglieder. Diese stehen dir auf Listen zur Wahl – etwa der Gewerkschafts- oder Verbandsliste.

Je mehr Stimmen unsere Personalratskandidat*innen bekommen, je stärker können sie sich für dich einsetzen und notwendige Entlastungen & bessere Arbeitsbedingungen erkämpfen!

Mach dein Kreuz

Stimmzettel ausfüllen

Ab Ende April erhälst du die Birefwahlunterlagen. Diese werden in der Regel über deine Schule verteilt. Jetzt bist du dran: Fülle den Stimmzettel aus. Du wählst einen Bezirkspersonalrat (BPR) und einen Hauptpersonalrat (HPR). Wenn du an einer Grundschule arbeitest, hast du eine Stimme mehr. Du wählst auch noch einen örtlichen Personalrat (ÖPR).

 

Stimmzettelbriefumschlag befüllen

Stimmzettel einstecken

Lege den Stimmzettel in den Stimmzettelumschlag und verschließe ihn.

Persönliche Stimmabgabe versichern

Erklärung ausfüllen

Fülle deine persönliche Erklärung aus.

Alles eintüten

Wahlbriefumschlag befüllen

Lege den verschlossenen Wahlumschlag und deine persönliche Erklärung in den großen Umschlag . Er ist an den Wahlvorstand addressiert.

Per Post oder persönlich

Wahlbrief abgeben

Schicke den Umschlag an den Wahlvorstand, wirf ihn in die Wahlurne im Büro des Wahlvorstandes oder sendet die Umschläge aus eurer Schule gesammelt an den Wahlvorstand.

Frist beachten

Rechtzeitig wählen

Die Briefwahlunterlagen müssen spätestens bis zum 13. Juni beim Wahlvorstand eingegangen sein. 

Unsere Kandidat*innen und ihre Herzensthemen

Caroline Lensing

Ich mache mich stark für korrekturbelastete Kolleg*innen am Gymnasium, weil ...

viele Kolleg*innen in Teilzeit gehen, um ihren Job noch gut bewältigen zu können und gesund zu bleiben. Damit verzichten sie auf Bezüge und Pensionsansprüche. Ich selbst unterrichte die Fächer Englisch und Deutsch und weiß genau, wie es ist, jedes Wochenende und viele Ferien hindurch zu korrigieren. Es fehlt Zeit für Erholung, Freund*innen und Familie. Kürzlich wurde die Zeit für die Klausuren in der Oberstufe erhöht. Damit möchte das Ministerium für Schule und Bildung die Qualität verbessern. Letztendlich führt es aber nur dazu, dass die Kolleg*innen mehr korrigieren müssen. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Wir müssen über alternative Prüfungsformate nachdenken. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass beispielsweise die Zeiten für Klausuren und die Aufgabenfülle wieder auf ein normales Maß gesetzt werden.

Caroline Lensing ist 57 Jahre alt und seit 2001 Lehrerin an einem Gymnasium in Neuss. Seit 2011 engagiert sie sich im Bezirkspersonalrat Düsseldorf für Gymnasien und Weiterbildungskollegs; seit sechs Jahren ist sie zudem Hauptpersonalrätin für Gymnasien und Weiterbildungskollegs.


Vera Verspohl

Ich mache mich stark für echte Entlastung für die Kolleg*innen an Weiterbildungskollegs und Gymnasien, weil ...

das System Schule gerade wegen vielfältiger gesellschaftlicher Veränderungen ebenfalls im Wandel ist. So entstehen zusätzliche Aufgaben für die Kolleg*innen, ohne dass andere Tätigkeiten wegfallen. Die Arbeitsbelastung nimmt somit stetig zu. In Spitzen(korrektur)zeiten haben die Kolleg*innen kein einziges freies Wochenende. Zur Unterstützung sollten unter anderem IT- und Verwaltungsfachkräfte eingesetzt werden, um Lehrkräfte von fachfremden Aufgaben zu entlasten, damit sie sich wieder dem „Kerngeschäft“ widmen können.

Vera Verspohl ist 48 Jahre alt, Mitglied im Bezirkspersonalrat für Gymnasien und Weiterbildungskollegs bei der Bezirksregierung Arnsberg und seit vier Jahren im Personalrat tätig. Sie unterrichtet Mathematik und Französisch am Westfalen-Kolleg in Dortmund.


Florian Beer

Ich mache mich stark für niedrigere Zugangshürden zu den Weiterbildungskollegs, weil ...

der Zweite Bildungsweg immer noch dringend benötigt wird, um der gravierenden, strukturellen Bildungsungerechtigkeit in Deutschland zu begegnen. Der Zweite Bildungsweg ist für viele Menschen oft die erste echte Chance, ihre Potenziale zu verwirklichen. Die Inklusions- und Integrationsleistung des Zweiten Bildungswegs bleibt unverzichtbar. Die Kolleg*innen vor Ort brauchen eine starke gewerkschaftliche Unterstützung, um auch in Zukunft erfolgreich arbeiten zu können.

Florian Beer ist 45 Jahre alt und Oberstudienrat am Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe. Zudem war er Mitglied im Hauptpersonalrat für Gymnasien und Weiterbildungskollegs von 2016 bis 2020. Seit 2020 ist er Ersatzmitglied im Bezirkspersonalrat Münster.

Zülfü Gürbüz

„Ich mache mich stark für alle Beschäftigten im Tarifverhältnis an Grundschulen, weil ...

Tarifbeschäftigte wie Seiteneinsteiger*innen, befristet Beschäftigte, HSU-Lehrkräfte, also Lehrkräfte für den herkunftssprachlichen Unterricht, und das (sozial-)pädagogische Personal mehr Wertschätzung und eine faire Bezahlung verdient haben! HSU-Lehrkräfte unterrichten schul- und schulformübergreifend unter schwersten Bedingungen und leisten eine hervorragende Arbeit für die Förderung der Mehrsprachigkeit und Integration in NRW. Die Bezahlung – bisher meistens EG9 – muss ebenso verbessert werden wie die Arbeitsbedingungen. Seiteneinsteiger*innen und befristet Beschäftigte werden wie grundständig ausgebildete beziehungsweise fest angestellte Lehrkräfte eingesetzt, erhalten aber weder eine angemessene Bezahlung noch Entwicklungsmöglichkeiten – das muss sich ändern. Auch das (sozial-)pädagogische Personal ist sehr wichtig für den Bildungserfolg der Schüler*innen. Seine Bezahlung darf von der Aufwertung der Lehrkräfte auf A13/EG13 nicht abgekoppelt werden!“

Zülfü Gürbüz ist 51 Jahre alt und seit 1998 Lehrer für den herkunftssprachlichen Unterricht Türkisch an der Grundschule Bömberg in Iserlohn. Seit 23 Jahren ist er im Personalrat und kandidiert für den Hauptpersonalrat Grundschule.


Jana Koch

Ich mache mich stark für mehr Zeit zum Leben an Grundschulen, weil ...

die Belastungen ständig zunehmen. Immer neue Aufgaben werden gerade den Grundschulen zugeschrieben. Nicht nur das Schulministerium, sondern auch die Gesellschaft und Politik fordern von uns Reaktion und Prävention im Hinblick auf viele Fragen, die sich rund um die heutige Kindheit stellen. Da sich zunehmend weniger Personen finden, die sich diesen Herausforderungen stellen wollen, verteilen diese sich auf immer weniger Schultern. Lehrkräfte und pädagogisches Personal reiben sich auf, Umfang und Entgrenzung der Arbeitszeit nehmen zu. Wir brauchen wieder mehr Zeit zum Leben – in der Schule und danach.

Jana Koch, 37 Jahre alt, ist Sonderpädagogin und engagiert sich seit 2016 als Personalrätin im Oberbergischen Kreis. Seit 2018 ist sie dort Vorsitzende des Örtlichen Personalrats und seit 2023 zudem stellvertretende Vorsitzende im Hauptpersonalrat Grundschule.

Claudia Soberger

Ich mache mich stark für eine Verbesserung der Inklusion, weil ..

ich oft selbst frustriert von den schlechten Bedingungen bin, aber Aufgeben keine Option ist. Oft sind Regelschulkolleg*innen und auch Sonderpädagog*innen überlastet und haben das Gefühl, besonders den Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf nicht gerecht werden zu können. Mein Ziel ist es, dass die Leitlinien des Gemeinsamen Lernens endlich umgesetzt werden, denn es mangelt an pädagogischer Kontinuität durch Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung. Vielmehr werden die Lehrkräfte – oft auch kurzfristig – abgeordnet, um den Mangel gleichmäßig zu verteilen. Außerdem fehlen ausreichende Fortbildungen sowie die sächlichen Voraussetzungen für eine gelingende Inklusion. Konkret vor Ort nutze ich meine Erfahrungen aus der Förderschule, um die Lehrkräfte zu unterstützen und ihnen Sicherheit bei der Umsetzung der Inklusion zu geben.

Claudia Sorberger ist 51 Jahre alt und seit 25 Jahren Sonderpädagogin, davon die letzten zehn Jahre im Gemeinsamen Lernen an einer Gesamtschule. Seit sieben Jahren ist sie im Bezirkspersonalrat Münster für Gesamt-, Sekundar-, Gemeinschafts und Primusschulen.

Andreas Hohrath

„Ich mache mich stark für eine faire Eingruppierung und eine gute Bezahlung von Werkstattlehrkräften am Berufskolleg, weil …

Werkstattlehrer*innen trotz umfassender Ausbildung im Eingangsamt immer noch in die Besoldungsgruppe A9 beziehungsweise Tarifbeschäftigte in die Entgeltgruppe EG 9a eingruppiert werden. Dies entspricht in keiner Weise einer angemessenen Bezahlung. Fair geht anders! Das zeigt auch das Ergebnis eines Gutachtens, das 2022 im Auftrag der GEW NRW erstellt wurde.“

Andreas Hohrath ist 59 Jahre alt und seit 1995 Werkstattlehrer an einem Berufskolleg in Unna. Seit 15 Jahren ist er Personalrat.


Antje Schipper

„Ich mache mich stark für einen guten Gesundheitsschutz für Lehrkräfte am Berufskolleg, weil ...

es nicht ausreicht, nur auf schulinterne Veränderungen zu setzen. Gebäudeschäden, Lärmbelästigungen und große Hitze gefährden die Gesundheit von Lehrkräften. Sie haben einen Rechtsanspruch auf einen gesunden Arbeitsplatz.  Beim Gesundheitsschutz haben die Personalräte umfassende Informations- und Beteiligungsrechte, die nur unter GEW-Führung umgesetzt werden können. Lehrkräfte müssen gestärkt werden, wenn die Work-Privacy-Balance sich ins Gegenteil verkehrt. Vertrauen, Gerechtigkeit, Wertschätzung, ein intaktes Schulgebäude sowie ein gewaltfreier Raum gehören zum gesunden Arbeitsplatz Schule.“

Antje Schipper ist 53 Jahre alt und Lehrerin für Biologie und Sport an einem Berufskolleg in Essen. Seit 13 Jahren ist sie Personalrätin


Björn Rützenhoff

„Ich mache mich stark für Digitalisierung am Berufskolleg, weil ...

es gleichzeitig ein vielfältiges, aber auch hochkomplexes Feld ist. Für mich bedeutet das, die Vorteile der Digitalisierung pädagogisch gewinnbringend zu nutzen, zum Beispiel mit digitalen Tools in der unterrichtlichen Zusammenarbeit und Kommunikation. Gleichzeitig setze ich mich als Personalrat dafür ein, dass als Voraussetzung eine dafür passende Ausstattung für Lehrkräfte und Schüler*innen eingeplant wird. Bei der Auswahl der genutzten Tools versuche ich dafür zu sensibilisieren, dass die Persönlichkeitsrechte von allen Beteiligten gewahrt bleiben, die Tools gut bedienbar sind und digitale Kommunikation zu Zeiten stattfinden kann, die mit einer gesunden Lebensführung vereinbar sind. So sind Aspekte der Pädagogik, der Ausstattung und des Gesundheitsschutzes vereint.“

Björn Rützenhoff ist 51 Jahre alt und unterrichtet seit 2002 die Fächer Chemie und Englisch an einem Berufskolleg in Marl. Seit zehn Jahren ist er im Personalrat.


Helmut Hermes

Ich mache mich stark für gute Regelungen bei Versetzung und Abordnung für Kolleg*innen am Berufskolleg, weil ...

es gute Gründe für Versetzungen und Abordnungen geben kann: Eine neue Lebensplanung beispielsweise aufgrund von Hochzeit oder Trennung, der Wunsch nach neuen beruflichen Perspektiven oder einem Schul(form)wechsel wären solche Gründe. Genauso kann die Geburt eines Kindes oder die Pflege von Eltern eine Versetzung erfordern, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. Dem Personalrat kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, die Interessen der Kolleg*innen beim Ausgleich zwischen Bedarf und Wunsch bestmöglich zu vertreten. Ich setze mich dafür ein, Versetzungen und Abordnungen aus dienstlichen Gründen zu verhindern und sie auf eigenen Wunsch zu ermöglichen.“

Helmut Hermes ist 59 Jahre alt und seit 2006 Lehrer für Elektrotechnik an einem Berufskolleg in Datteln. Seit 20 Jahren ist er Personalrat.


Marei Heinke

„Ich mache mich stark für schwerbehinderte Kolleg*innen am Berufskolleg, weil ..

auf den Ausgleich von Nachteilen immer wieder hingewiesen werden muss. So lange eine Barrierefreiheit zwar an- und mitgedacht wird, sie aber keine Selbstverständlichkeit ist, sollten wir aktiv und wachsam bleiben. Gerade in unserer Schulform ist es wichtig, die Vielfältigkeit auszubauen und auf alle Erfordernisse flexibel zu reagieren. Dafür setze ich mich ein. Durch meine Berufe als Krankenschwester und jetzt als Berufsschullehrerin, mit ehrenamtlicher Tätigkeit in Gewerkschaft, Schwerbehindertenvertretung, Kirche und Sozialgericht fühle ich mich gefestigt und bestärkt, diese Erfahrungen weiter gewinnbringend für alle einzusetzen. Das geht nur mit Vertrauen und dann mit dem neuen Auftrag durch die Wähler*innen. Meine Bitte: Geht (uns) wählen bei den nächsten Personalratswahlen!“

Marei Heinke ist 61 Jahre alt und seit 2003 Lehrerin für Gesundheit und Politik an einem Berufskolleg in Düsseldorf. Seit sieben Jahren ist sie Personalrätin.

Eva Schulze

„Ich mache mich stark für die verschiedenen Berufsbilder an Förderschulen, weil ...

Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zur gesellschaftlichen Teilhabe die Kompetenzen aller brauchen! An Förderschulen kommen Professionen wie Sonderpädagog*innen, Fachlehrer*innen, Sozialpädagog*innen und pädagogische Fachkräfte im Multiprofessionellen Team zusammen, die untereinander sowie mit externen Institutionen und Therapeut*innen in engem Austausch stehen. Dieser vielschichtigen Beratung sollte mehr Platz innerhalb der Arbeitszeit eingeräumt werden, damit Kolleg*innen nicht zunehmend ihre Abende in Videokonferenzen verbringen müssen. Als Personalrätin unterstütze ich die verschiedenen Berufsgruppen in ihren spezifischen Belangen und rechtlichen Fragen.“

Eva Schulze ist 38 Jahre alt und Sonderpädagogin an einer Förderschule in Bonn. Seit drei Jahren ist sie im Personalrat und kandidiert für den Bezirkspersonalrat Köln für Förderschulen und Klinikschulen.


Beate Damm

Ich mache mich stark für einen besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz an Förderschulen und Klinikschulen, weil ...

die Belastungen durch zu viele Aufgaben und zu wenig Personal stetig gewachsen sind. Dauerbelastung in Form von hohen emotionalen und quantitativen Anforderungen, Entgrenzung, Gewalt und Lärm führt dazu, dass Lehrkräfte krank werden. Als GEW-Personalrätin ist es mir wichtig, die Beteiligungsrechte zu nutzen und initiativ zu werden. Eine Stellschraube, mit der Überbelastung kurzfristig abgemildert werden kann, ist die Möglichkeit der Arbeit in Teilzeit. Diese wird durch das Handlungskonzept zur Unterrichtsversorgung des Ministeriums für Schule und Bildung jedoch arg beschnitten. Ein falsches Signal für Kolleg*innen, die in Teilzeit arbeiten möchten. Hier heißt es: Weiterkämpfen für die Durchsetzung der Rechte aller Beschäftigten, damit sie in jedem Lebensalter gesund und zufrieden ihren Beruf ausüben können!

Beate Damm ist 57 Jahre alt und Lehrerin für Sonderpädagogik an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung in Essen. Seit 2016 ist sie Personalrätin.


Bettina Marzinzik

Ich mache mich stark für gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung an Förderschulen und Klinikschulen, weil ...

Lehrkräfte und weitere Landesbeschäftigte an Förderschulen und Klinikschulen unter anderem wegen des eklatanten Lehrkräftemangels dringend Entlastung brauchen – der Lehrkräfteberuf muss attraktiver werden! Zu guten Arbeitsbedingungen gehören beispielsweise niedrigere Klassenfrequenzen, Unterstützung durch Multiprofessionelle Teams, Entlastung von Verwaltungsaufgaben sowie angemessen ausgestattete Räume. Außerdem muss die Attraktivität des Lehrkräfteberufs durch gerechte Bezahlung gesteigert werden: Dazu gehören die bessere Bezahlung von Fachlehrer*innen und die Ausnutzung der Spielräume im TV-L bei der Stufenfestsetzung für Tarifbeschäftigte.

Bettina Marzinzik ist 56 Jahre alt und war viele Jahre als Lehrerin für Sonderpädagogik an einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung tätig. Seit 25 Jahren ist sie im Personalrat.

Angela Kallweit

Ich mache mich stark für attraktive Arbeitsplätze an der Hochschule, weil ...

der Fachkräftemangel zunimmt und die Herausforderungen stetig wachsen, gerade in der IT-Sicherheit und IT-Infrastruktur. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir als Personalrat die Beschäftigten an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen ansprechen, deren Wünsche und Ideen aufgreifen, eine systematische Arbeitszeiterfassung, die für die Wissenschaft geeignet ist, finden und kreative Ideen zur Verbesserung der Arbeitsatmosphäre entwickeln. Des Weiteren setze ich mich dafür ein, dass Machtmissbrauch strukturell bekämpft wird und die Personalräte an Hochschulen ernst genommen und angehört werden.

Angela Kallweit ist 52 Jahre alt und seit 1995 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Wirtschaft an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen beschäftigt. Seit 2016 ist sie ordentliches Mitglied im Personalrat, seit 2020 Personalratsvorsitzende.


Luzia Vorspel

Ich mache mich stark für wissenschaftliche Hilfskräfte und für einen Tarifvertragder studentischen Beschäftigten, weil ...

ich Lohndumping ablehne. Rund 400.000 Hilfskräfte arbeiten an den Hochschulen bundesweit zum Mindestlohn oder knapp darüber. Anders als durch Tarifvertrag geschützte Kolleg*innen haben sie nur vier statt sechs Wochen Urlaub, keine Mindestvertragslaufzeit – monatliche Verlängerungen sind nicht selten – und keine Mindeststundenzahl. Für sie wird keine Betriebsrente gezahlt. Sie erhalten keine regelmäßigen Lohnerhöhungen, auch nicht aufgrund zunehmender beruflicher Erfahrung. Zudem werden sie nicht in allen Bundesländern von Personalräten vertreten. Deshalb setze ich mich seit Jahren für die Einstellung von wissenschaftlichen Mitarbeitenden anstelle von wissenschaftlichen Hilfskräften und für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte inklusive personalrechtlicher Vertretung ein.*

*Das Statement wurde aufgrund produktionsbedingter Gründe vor Abschluss der dritten TV-L-Tarifrunde abgegeben, in der die GEW NRW unter anderem einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte forderte.

Dr. Luzia Vorspel ist 64 Jahre alt und seit 1999 im Fachbereich Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum tätig. Im Personalrat engagiert sie sich seit 25 Jahren.


Volker Mittendorf

Ich mache mich stark für befristet tätige wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, weil ...

ich sehe, dass sich vor allem in diesem Bereich die Bedingungen seit Beginn meiner eigenen Laufbahn 1998 deutlich verschlechtert haben. Mit der Öffentlichkeit, die mittlerweile unter dem Hashtag #IchbinHanna entstanden ist, sehe ich gute Möglichkeiten, dass hier dauerhaft eine Bewegung entsteht, mit der sich Verbesserungen in der prekären Situation erreichen lassen. Diese möchte ich durch meine Personalratsarbeit unterstützen. Auch bei den vielfältigen Formen des Machtmissbrauchs, die seit geraumer Zeit öffentlich werden, lässt sich durch konsequente Arbeit im Personalrat konkret ansetzen.

Dr. Volker Mittendorf ist 53 Jahre alt und seit 2008 an der Bergischen Universität Wuppertal als Akademischer Rat im Fach Politikwissenschaft tätig. Im Personalrat engagiert er sich seit neun Jahren.

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