Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung

Gemäß Lehrerausbildungsgesetz ist der Vorbereitungsdienst für ein Lehramt an Schulen und an staatlichen Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung zu absolvieren. In den fünf Bezirken gibt es 33 ZfsL. Sie sind als schulform- und schulstufenübergreifende Organisation für die Ausbildung der Lehramtsanwärter*innen (LAA) zuständig, die schulformbezogene Ausbildung erfolgt in den Seminaren.

Seminarkonferenz

Die Seminarkonferenz besteht aus der Seminarleitung, allen Seminarausbilder*innen und drei gewählten „Auszubildenden“. Die Seminarkonferenz „berät“ nur über Dinge wie die Zusammenarbeit am Seminar oder mit den Schulen, Grundsätze der Organisation der Ausbildungsveranstaltungen oder Anträge an andere Gremien. Eigene Beschlüsse fasst die Seminarkonferenz nicht. Siehe auch → Mitbestimmung am ZfsL.

Fach- und Kernseminare

In den „fachbezogenen und überfachlichen Ausbildungsgruppen“ (OVP §10) (auch Fach- und Kernseminare) findet der mehr „theoretische“ Teil der Ausbildung statt. Während die Schulen der Ort der praktischen Ausbildung sind, soll in den Seminaren eine theoriegestützte Reflexion dieser Praxis und eine Aufarbeitung und Anwendung der pädagogischen Theorien stattfinden. Die Seminare sind aber von unterschiedlicher Qualität. Es gibt Veranstaltungen, in denen überzeugend Praxis aufgearbeitet und vertieft wird. Es soll aber auch Seminare geben, wo der Theorie-Praxis-Transfer nicht so überzeugend gelingt und die Tauglichkeit pädagogischer Konzepte für die Schulwirklichkeit zumindest fragwürdig ist. Versuche, eigene Vorstellungen, Ideen und Fragen in die Seminare einzubringen. Es ist deine Ausbildung. Die Dauer der Seminare beträgt sieben Stunden pro Woche. Wenn aufgrund der großen LAA-Zahl Gruppen geteilt werden, so wird diese Vorgabe zugunsten intensiverer Arbeit zum Teil auch unterschritten. „An den überfachlichen Ausbildungsgruppen eines Seminars nehmen in der Regel 20, im Durchschnitt des Seminars mindestens 15 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter teil.“ (§ 10(3) OVP)

Pädagogische Wochen

Pädagogische Wochen sind Veranstaltungen, bei denen du aus dem Seminaralltag mal herauskommst und gemeinsam über die verschiedensten Dinge sprechen und diskutieren kannst. Fahrt doch mal eine Woche in ein Tagungshaus und arbeitet dann nach einem eigenen Plan an bestimmten Themen der Ausbildung! Wie das genau aussehen kann, hängt von deinen Vorstellungen und Ideen im jeweiligen Seminar ab. Was auf jeden Fall vermieden werden sollte, ist, dass die Pädagogischen Wochen zu Blockveranstaltungen von Hauptseminar-Themen werden. Das ist nicht der Sinn dieser Veranstaltung!

Die Erfahrungen zeigen: Pädagogische Wochen sind umso sinnvoller, je stärker die Lehramtsanwärter*innen (LAA) selber die Inhalte bestimmen können. Sie sind auf jeden Fall wichtig, um der Vereinzelung im Seminar entgegenzuwirken. Wenn die Seminarleitung das also nicht selber vorschlägt, dann ergreift selbst die Initiative! Auch wenn’s jetzt noch etwas früh ist: Viele Seminare führen gegen Ende der Ausbildung eine Pädagogische Woche durch, in der es auch um Einstellungsfragen und Beschäftigungsperspektiven gehen kann oder soll. Ladet doch auch die GEW NRW dazu ein und profitiert von unserer Kompetenz.

Konferenz des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL)

Die Konferenz des ZfsL ist oberstes und einzig explizit beschlussfassendes Gremium des Studienseminars. Stimmberechtigt sind die Studienseminarleitung, die Seminarleiter*innen sowie je zwei gewählte Fachleiter*innen und je drei „Auszubildende“ pro Seminar. Sie entscheidet über:

  • Grundsätze der Zusammenarbeit im Studienseminar, mit den Schulen und anderen Einrichtungen
  • Studienseminarprogramm
  • Grundsätze der Organisation der Ausbildungsveranstaltungen
  • Beantragung und Verteilung von Haushaltsmitteln

Außerdem empfiehlt sie Grundsätze zur Leistungsmessung und -beurteilung. Diesen (für die Ausbildung) wichtigen Entscheidungen können die Gremien der einzelnen Seminare dem Wortlaut der Geschäftsordnung der ZfsL nach nur zuarbeiten, nicht selbständig in ihrem Bereich entscheiden. Die Konferenz ist nicht paritätisch besetzt. Bei Stimmgleichheit entscheidet die Stimme der Studienseminarleitung. Siehe auch → Mitbestimmung am ZfsL.

Infos und Service zu Ausbildung