didacta 2019: Vielfalt bereichert

19.02.2019 – 23.02.2019
Messe − Die größte europäische Bildungsmesse mit rund 800 Aussteller*innen findet in diesem Jahr in Köln statt. Die GEW NRW ist mit zwei Ständen dabei.
Veranstaltung Foto: Getty Images/gruizza

Bildung und Lernen begleitet uns das das gesamte Leben – von der Wiege bis zum hohen Alter. Bildung entscheidet über den Wohlstand von Familien und nicht zuletzt über den Wohlstand eines Landes. Umso wichtiger ist es, den Prozess der Bildung zu begleiten und zu fördern in den Kindertagesstätten, den Schulen und Universitäten sowie den beruflichen Bildungseinrichtungen. Hier setzt die didacta an mit den Bereichen Frühe Bildung, Schulen und Hochschulen, berufliche Qualifizierung sowie digitale Lernmittel zeigt sie schon heute, wie morgen in den Klassen, Stufen und Gruppen Lerninhalte vermittelt und Unterricht gestaltet wird. Die GEW NRW ist erneut Programmpartnerin mit dem Verband der Bildungsmedien beim Forum Bildung auf der didacta.

 

Messestände der GEW NRW:
Halle 7, A 50, Schule
Halle 9, F 91, Kita

 

Der Verband Bildungsmedien richtet das Forum Bildung als kostenlosen Service für Lehrkräfte aller Schularten und alle anderen interessierten Besucher*innen der didacta – dieBildungsmesse aus. Eine Teilnahme ist im Rahmen der Messe kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

 

Programm

20. Februar

Wie soll sich Wirtschaft in der Schule engagieren?

Über „Wirtschaft in der Schule“ wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Welchen Einfluss nehmen Unternehmen und Verbände in den Schulen? Benötigen wir ein Schulfach Wirtschaft? Diese und andere Fragen werden in diesem Forum erörtert.

Referent*innen:

  • Marlis Tepe, Vorsitzende der GEW
  • Mathias Richter, Ministerium für Schule und Bildung, Staatssekretär
  • Dr. Hans Jürgen Metternich, Evonik Industries AG, Vorsitzender SCHULEWIRTSCHAFT
  • Deutschland
  • Gisela Mendritzki, Schulleiterin Albert-Schweitzer-Realschule plus, Mayen

Uhrzeit: 11.00–11.45 Uhr

Veranstaltungsort:
Forum didacta aktuell, Halle 8, B051


Digitale Schule: Technologien ohne Pädagogik

Die Politik schürt seit Jahren die Erwartung an Schulen und Lehrkräfte, digitale Technologien in den Schulalltag zu implementieren. Sie sieht in W-LAN, Cloud und OER ein Heilsversprechen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der Fokus der Lehrkräfte liegt dagegen auf dem pädagogischen Nutzen – der nicht unstrittig ist und sich in der Praxis erst zeigen muss, erarbeitet von den Lehrkräften selbst. Wie sieht die Schule von morgen aus? Welche neuen Aufgaben müssen Lehrkräfte übernehmen und welche Kompetenzen dafür erwerben? Werden sie die Erwartungen der Politik erfüllen?

Referent*innen:

  • Marlis Tepe, Vorsitzende der GEW
  • Dr. Ilas Körner-Wellershaus, Vorsitzender des Verband Bildungsmedien e.V.
  • Dr. Stefan Luther, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Uhrzeit: 12.15–13.15 Uhr

Veranstaltungsort:
Forum Bildung, Halle 7, E041/D040


Zehn Jahre Finanzkrise: Globalisierungskritische Perspektiven im Unterricht

Immer mehr private Anbieter versuchen, mittels Unterrichtsmaterialien die Lerninhalte zu Wirtschaft und Finanzen in ihrem Interesse zu beeinflussen. Dabei werden zum Beispiel die Ursachen der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die zukünftigen Risiken oft einseitig dargestellt. In dieser Veranstaltung werden Materialien von attac vorgestellt, die sich für die Sekundarstufe I und II oder für die außerschulische Bildungsarbeit eignen. Sie präsentieren alternative Perspektiven auf die Finanzkrise und die Gestaltung der Wirtschaft und verknüpfen Lerngegenstände der politisch-ökonomischen Bildung mit aktivierenden Methoden und kooperativen Lernformen.

Referent:

  • Holger Oppenhäuser, attac Bundesbüro

Uhrzeit: 13.00– 13.45 Uhr

Veranstaltungsort:
Congress Centrum Nord, Raum J

 

21. Februar 2019

Lehrermangel in NRW: Was tun?

Die Lage ist ernst: In den nächsten zehn Jahren müssen in NRW rund 15.000 neue Lehrkräfte gewonnen werden. Interessent*innen gibt es offensichtlich zu wenig. Woran liegt das? Lehrer*innenverbände verweisen auf stressige Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung. Das Ministerium sieht Informationsbedarf bei den schönen Seiten des Berufs: zukunftssicher, verantwortungsvoll, kreativ und sozial. Hat der Lehrberuf ein Imageproblem? Was ist jetzt zu tun? „Gönn dir“?

Referent*innen:

  • Christoph Gusovius, Leiter der Abteilung 1 des Ministeriums für Schule und Bildung NRW
  • Prof. Dr. Petra Herzmann, Empirische Schulforschung Universität zu Köln
  • Dorothea Schäfer, Vorsitzende der GEW NRW

Uhrzeit: 14.45–15.45 Uhr

Veranstaltungsort:
Forum Bildung, Halle 7 E041/D040


Herausforderungen der Beruflichen Bildung und Weiterbildung

Prozesse der Digitalisierung, aber auch der Akademisierung verändern deutlich die berufliche Bildung. Inwieweit dies Auswirkungen auf die Berufsbildenden Schulen zeitigt und mit welchen Auswirkungen dies für die berufliche Weiterbildung verbunden sein wird, ist unter anderem Gegenstand des Forums, das der Organisationsbereich Berufliche Bildung und Weiterbildung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit der Berufsbildungsforscherin Prof. Dr. Rita Meyer von der Leibniz-Universität Hannover, dem Verbandsdirektor des Deutschen Volkshochschul-Verbands Ulrich Aengenvoort und dem GEW-Berufs- und Weiterbildungsvorstand Ansgar Klinger veranstaltet.

Referent*innen:

  • Prof. Dr. Rita Meyer, Berufsbildungsforschung
  • Ulrich Aengenvoort, Verbandsdirektor DVV
  • Ansgar Klinger, GEW-Hauptvorstand

Uhrzeit: 11.00– 11.45 Uhr

Veranstaltungsort:
Congress Centrum Nord, Raum B


Lehrkräfte in der Kritik: Rassismus in der Schule?

Über „Rassismus in der Schule“ ist in den Medien leider fast täglich zu lesen, hierbei werden nicht selten spektakuläre Einzelfälle in den Mittelpunkt gerückt. Wie groß ist das Problem wirklich? Welche Rolle spielen Lehrer*innen, welche sollten sie spielen? Schule muss so gestaltet werden, dass sie frei von Gewalt und Rassismus ist. Welcher Weg führt dahin?

Referent*innen:

  • Dr. Ilka Hoffmann, GEW-Hauptvorstand
  • Ali Can, Interkultureller Frieden e. V.
  • Dr. Cornelia Gresch, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)

Uhrzeit: 13.30–14.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Forum Bildung, Halle 7, E041/D040

 

Frieden will gelernt sein. Anregungen für Schule und Unterricht

Friedensbildung hat zum Ziel, einen konstruktiven und zivilen Umgang mit Konflikten aller Art zu fördern, sowohl auf der zwischenmenschlichen, der innergesellschaftlichen als auch auf der internationalen Ebene. Sie orientiert sich an der Philosophie der Gewaltfreiheit und regt zur sorgfältigen Analyse von Konfliktursachen sowie zur kritischen Auseinandersetzung mit allen Formen der Gewalt sowie mit militärischen Einsätzen in Konflikten und Krisen an. In der Veranstaltung werden Materialien und Projektideen für Schule und Unterricht vorgestellt.

Referent*innen:

  • Krischan Oberle, Bund für Soziale Verteidigung e.V.
  • Bernd Rieche, Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF)

Uhzeit: 14.00–14.45 Uhr

Veranstaltungsort: Congress Centrum Nord, Raum B

 

Der Wert der Schulsozialarbeit – aktuelle Entwicklungen bei Bezahlung und Wertschätzung

Die Schulsozialarbeit unterliegt derzeit starken Veränderungen. Bundesweit findet ein Ausbau der Angebote statt, gleichzeitig droht auch bei den Fachkräften der Sozialen Arbeit ein zunehmender Fachkräftemangel. Die GEW als Fachgewerkschaft zeigt kurz die aktuellen Entwicklungen im Feld auf und stellt ihre Vorstellungen für die anstehenden Tarifrunden zurBezahlung der Schulsozialarbeiter*innen vor. Anschließend bleibt Raum für Rückfragen und Anregungen.

Referent:

  • Björn Köhler, GEW Hauptvorstand

Uhrzeit: 15.00–15.45 Uhr

Veranstaltungsort:
Congress Centrum Nord, Raum B


22. Februar 2019

Unter 18 nie! Bildungspolitische, pädagogische und kinderrechtliche Dimensionen der Rekrutierung Minderjähriger für die Bundeswehr

Jugendoffizier*innen erreichen in Schulen jährlich über einhunderttausend Schüler*innen. In acht Bundesländern gibt es Kooperationsverträge zwischen der Armee und dem jeweiligen Kultusministerium und „Karriereberater*innen“ der Armee stehen mit Werbe-LKWs auf Schulhöfen – junge Leute sind im Visier der Armee. Die Zahl der 17-Jährigen bei der Bundeswehr steigt zusehends. Im Vortrag werden die auf Schüler*innen abzielende Armee-Werbung kritisch analysiert und Alternativen aufgezeigt.

Referent:

  • Michael Schulze von Glaser, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)

Uhrzeit: 12.00–12.45 Uhr
Veranstaltungsort: Congress Centrum Nord, Raum E

 

Von wegen Gute-Kita-Gesetz: Entwicklung, Hintergründe, Bewertung

Die Forschung zu frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung liefert eindeutige Belege: Die strukturellen Rahmenbedingungen sind entscheidend für die pädagogische Qualität in der Kindertagesbetreuung und damit für die Bildungs- und Entwicklungsverläufe von Kindern. 2017 einigte sich die Jugend- und Familienministerkonferenz auf Eckpunkte für ein Bundesqualitätsgesetz. Im Juli 2018 legte Familienministerin Giffey dann den Referent*innenentwurf zum Gute-Kita-Gesetz vor. Wo stehen wir heute und wie soll es weitergehen? Während des Forums informieren Verbände und Gewerkschaften über die Entwicklungen, die zur aktuellen Gesetzeslage geführt haben und zeigen auf, was notwendig ist, um die Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung dauerhaft zu sichern.

Referentinnen:

  • Lena Przibylla, Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder
  • Birte Radmacher, Referentin für Jugendhilfe und Sozialarbeit beim GEW-Hauptvorstand

Uhrzeit: 14.00–14.45 Uhr

Veranstaltungsort: Congress Centrum Nord, Raum B


23. Februar 2019

Inklusion in NRW: Notwendige Kurskorrektur oder Rolle rückwärts?

NRW hat ein neues Inklusionskonzept: Für inklusiv unterrichtende Schulen werden Anforderungen definiert und Aufnahmezahlen festgelegt, Gymnasien erhalten eine Sonderrolle, Förderschulen sollen als Wahlmöglichkeit für Eltern erhalten bleiben. Das sei keine Zukunftsperspektive, bemängeln die Lehrerverbände. Das Land beharrt darauf, dass Inklusion ohne Qualitätsstandards nicht denkbar ist, und will die Lehrkräfte mit den Maßnahmen wirksam entlasten. Bis 2024/2025 sollen knapp 10.000 zusätzliche Stellen zur Unterstützung des Gemeinsamen Lernens in der Sekundarstufe I geschaffen werden. Macht das neue Konzept Sinn? Ist es die konsequente Reaktion auf eine fehlgeschlagene schulische Inklusion?

Referent*innen:

  • Ralph Fleischhauer, Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen,
  • Abteilungsleiter 5 (Allgemeinbildende Schulen, Inklusion)
  • Prof. Dr. Kerstin Merz-Atalik, Pädagogik bei Behinderung und Benachteiligung/Inklusion,
  • PH Ludwigsburg
  • Dorothea Schäfer, Vorsitzende der GEW NRW

 

Beratungen

Recht oder Unrecht? Rechtsfragen im Schulalltag

Dienstag, 19. Februar 2019, 11.00 Uhr
Donnerstag, 21. Februar 2019, 11.00 Uhr
Freitag, 22. Februar 2019, 11.00 Uhr


Gesund bleiben am Arbeitsplatz Schule! Arbeits- und Gesundheitsschutz

Dienstag, 19. Februar 2019, 13.00–15.00 Uhr
Mittwoch, 20. Februar 2019, 13.00–15.00 Uhr
Donnerstag, 21. Februar 2019, 13.00–15.00 Uhr
Freitag, 22. Februar 2019, 13.00–15.00 Uhr


PC-Berechnungen des Ruhegehaltes, der Vergütung bei Teilzeit und weiteres

Täglich von 10.00 Uhr–16.00 Uhr


Fragestunde zu Versorgung, Altersteilzeit, Hinterbliebenenversorgung, Rente

Dienstag, 19. Februar 2019, 14.00 Uhr
Mittwoch, 20. Februar 2019, 14.00 Uhr
Donnerstag, 21. Februar 2019, 14.00 Uhr
Freitag, 22. Februar 2019, 14.00 Uhr

 

Beratungsangebot für Referendar*innen und Berufseinsteiger*innen

Dienstag, 19. Februar 2019, 10.00–12.00 Uhr und 14.00 –16.00 Uhr
Mittwoch, 20. Februar 2019, 10.00–12.00 Uhr und 14.00 –16.00 Uhr
Donnerstag, 21. Februar 2019, 10.00–12.00 Uhr und 14.00 –16.00 Uhr
Freitag, 22. Februar 2019, 10.00–12.00 Uhr und 14.00 –16.00 Uhr
Samstag, 23. Februar 2019, 10.00–12.00 Uhr

 

Veranstaltungsort:
Forum Bildung, Halle 7 E041/D040

 

Infos und Anmeldung für die didacta: Mehr unter www.didacta-koeln.de

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