Mehr Große für die Kleinen: Aufruf zur Demo im Mai

Bündnis organisiert Großdemo in Düsseldorf für alle Kita-Beschäftigten am 23. Mai 2019 – #M23

Mehr Große für die Kleinen: Aufruf zur Demo im Mai

Foto: Alexander Paul Englert

Mehr Große für die Kleinen: Aufruf zur Demo im Mai

#23: Aufruf zur Demo in Düsseldorf am 23. Mai 2019

Das Aktionsbündnis „Mehr Große für die Kleinen“ aus Mitarbeiter*innenvertretungen (MAV), Betriebs- und Personalräten, Landeselternbeirat und den Gewerkschaften ver.di und GEW in NRW greift aktiv in die Debatte um das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) ein. Am 23. Mai 2019 unter dem #23 gehen alle Kolleg*innen aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung für ihre Rechte auf die Straße: Mit einer Großdemonstration in Düsseldorf machen wir gemeinsam politischen Druck! Aufgerufen sind alle pädagogischen Kräfte, Eltern, Politiker*innen und alle, die eine bessere Qualität für frühe Bildung fordern.

Es ist Zeit für ein neues Kinderbildungsgesetz in NRW!

Das Bündnis tritt ein für mehr Personal und für mehr Qualität in den Kindertageseinrichtungen. Bündnissprecher Thorsten Böning, MAV-Vorsitzender des Kita-Zweckverbandes im Bistum Essen erklärt: „Eine Neufassung des KiBiz ist überfällig. Nach zehn Jahren Kibiz und einer öffentlichen Debatte über die Mängel der frühkindlichen Bildung, auch hier in NRW, ist es an der Zeit, über die Qualität der Arbeit in den Kitas in unserem Land zu reden.“

Multiprofessionelle Arbeit in Kitas braucht mehr Ressourcen!

Co-Sprecherin der Kampagne ist Katharina Schwabedissen, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di. Sie betont: „Die Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen leisten multiprofessionelle Arbeit im Sinne und zum Wohle der Kleinsten in NRW. Zu wenig Personal, zu große Gruppen, geringe Löhne und riesige Finanzierungslücken machen aber die Arbeit, wie sie erwartet und gewünscht ist, oft unmöglich. Darunter leiden die Erzieher*innen, die Kinder und ihre Eltern.“

Notstand in Kitas bekämpfen: Gute Ausbildung und faire Bezahlung!

Auch die Bildungsgewerkschaft GEW NRW ist im Bündnis vertreten. Maike Finnern, stellvertretende Landesvorsitzende, meint: „Wir haben dringenden Nachbesserungsbedarf bei den Ausbildungskapazitäten und in der Qualität der Ausbildung. Eine bessere Personalausstattung und eine bessere Bezahlung machen den Beruf attraktiver und helfen gegen den Erzieher*innennotstand.“

Mehr Große für die Kleinen: Forderungen im Überblick

  • Mehr pädagogisches Personal pro Gruppe
  • Personalbemessung nach aktuellen wissenschaftlichen Studien
  • Der Personalschlüssel muss sich an den Öffnungszeiten orientieren
  • Kleinere Gruppen
  • zusätzliche Auszubildende und Ausbildungsoffensive
  • Praxisintegrierte Berufsausbildung (PIA)
  • Verbindliche Vor- und Nachbereitungszeiten
  • Freistellung der Leitung und anteilige Freistellung der ständigen Vertretungen
  • Ausreichend Hauswirtschaftskräfte

Hella Eberhardt, Referentin für den Bereich Frühkindliche Bildung der GEW NRW (in Vertretung)