Tarifbeschäftigte: Angleichungszulage sichern!

Termin 31.07.2017 nicht verpassen

Der Tarifabschluss sieht eine Angleichungszulage in Höhe von 30 € ab dem 1.8.2016 für tarifbeschäftigte Lehrkräfte vor, um langfristig eine Angleichung an die Gehälter der beamteten Lehrkräfte zu erzielen.
Tarifbeschäftigte: Angleichungszulage sichern!

Foto: pixabay

Wer ab dem 1.8.2015 eingestellt wurde, erhält diese Zulage ohne besonderen Antrag automatisch.
Wer vor dem 1.8.2015 eingestellt wurde, kann diese Zulage nur noch bis zum 31.7.2017 noch bei der Bezirksregierung (Grundschule beim Schulamt) beantragen. Sie wird dann rückwirkend ab dem 1.8.2016 gezahlt.

Ruhte das Arbeitsverhältnis am 1.8.2016 (z. B. durch eine Beurlaubung), muss der Antrag innerhalb eines Jahres ab der Wiederaufnahme der Tätigkeit gestellt werden.

Da nicht alle tarifbeschäftigten Lehrkäfte einen Anspruch auf die Zulage haben, hat die GEW eine Tabelle der Anspruchsberechtigten erstellt. Das Antragsformular, Tabelle und weitere Infos findet man unten im Download.

Auswirkungen des Antrages zur Angleichungszulage

Bei der Zulage handelt es sich nicht um eine Höhergruppierung, sie hat also keine Auswirkung auf den Strukturausgleich, den manche Beschäftigte bekommen. Wer einen Antrag stellt, erhält allerdings einen neuen Arbeitsvertrag, in welchem fortan die Geltung des TV EntgO-L festgeschrieben wird.

Laut Tarifvertrag erfolgt erst am Ende der Angleichungsphase mit dem Wirksamwerden der „Paralleltabelle“ (EG 8 wird zu EG 9, EG 9 wird zu EG 10, EG 10 wird zu EG 11, EG 11 wird zu EG 12) die Höhergruppierung und somit ggf. Verrechnungen der Höhergruppierung mit gewährten Strukturausgleichen oder individuellen Endstufen.

Gemeinsam müssen wir in den nächsten Tarifrunden dafür kämpfen, dass die Angleichungszulage deutlich erhöht wird, ein klares Ziel benannt wird, wann die Angleichung abgeschlossen ist und allen Kolleg*innen ein Anspruch auf die Zulage gewährt wird.