Seminar

In den Fach- und Kernseminaren findet der mehr theoretische Teil der Ausbildung in den „fachbezogenen und überfachlichen Ausbildungsgruppen“ (OVP §10) an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) statt. Versuche, eigene Vorstellungen, Ideen und Fragen in die Seminare einzubringen. Es ist deine Ausbildung.

Die Dauer der Seminare beträgt sieben Stunden pro Woche, eine Teilnahme ist verpflichtend. Nach Vorgabe der OVP soll die Gruppengröße zwischen 15 und 20 Teilnehmer*innen liegen (§ 10(3) OVP). Wenn aufgrund der großen Anzahl an Lehramtsanwärter*innen (LAA) Gruppen geteilt werden, so wird diese Vorgabe zugunsten intensiverer Arbeit zum Teil auch unterschritten.

Wöchentlicher Seminartag

Den Seminarveranstaltungen wird durch die OVP (§ 10(2)) wöchentlich ein Tag zur Verfügung gestellt. Die GEW NRW befürwortet den Seminartag, da er beispielsweise Möglichkeiten zu Austausch und Kooperation unter den LAA bietet. Außerdem ist der Zeit- und Organisationsaufwand für die Ausbildung am Seminar für die LAA geringer.

Zuweisung zu den Seminaren

Laut Auskunft des Schulministeriums erfolgt die Zuweisung zu den Seminaren immer soweit wie möglich entsprechend der Wünsche und Vorstellungen der Bewerber*innen. Das schreibt auch die Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung in § 20(2) vor. Trotzdem landen möglicherweise manche weit weg von ihrem Wunschort. Versetzungen sind aber prinzipiell auch nach der Zuweisung möglich, wenn auch meist schwierig zu realisieren. Stelle möglichst schnell einen Antrag an die Bezirksregierung und informiere auch die zuständigen Personalräte, damit unzumutbare Zuweisungen möglichst noch korrigiert werden können.

Aufgaben und Kompetenzen der Seminarkonferenz

Die Seminarkonferenz besteht aus der Seminarleitung, allen Seminarausbilder*innen und drei gewählten Auszubildenden. Die Seminarkonferenz berät und entscheidet über die Zusammenarbeit am Seminar und mit den Schulen, das lehramtsbezogene Ausbildungsprogramm, Maßnahmen zur Sicherung und Entwicklung von Standards in der Ausbildungsarbeit, Grundsätze der Organisation von Ausbildungsveranstaltungen sowie über Anträge aus dem Sprecherrat und Anträge an die Konferenz des ZfsL. Die Seminarkonferenz kann damit wichtige Entscheidungen für die Ausbildungsarbeit treffen und bereitet die Konferenz des ZfsL in Fragen des Seminars maßgeblich vor.

Pädagogische Wochen

Pädagogische Wochen sind Veranstaltungen, bei denen du aus dem Seminaralltag mal herauskommst und gemeinsam über die verschiedensten Dinge sprechen und diskutieren kannst. Fahrt doch mal eine Woche in ein Tagungshaus und arbeitet dann nach einem eigenen Plan an bestimmten Themen der Ausbildung! Wie das genau aussehen kann, hängt von deinen Vorstellungen und Ideen im jeweiligen Seminar ab. Auf jeden Fall sollte vermieden werden, dass die Pädagogischen Wochen zu Blockveranstaltungen von Themen des Hauptseminars werden. Das ist nicht Sinn der Veranstaltung! 

Die Erfahrungen zeigen: Pädagogische Wochen sind umso sinnvoller, je stärker die Lehramtsanwärter*innen selber die Inhalte bestimmen können. Sie sind auf jeden Fall wichtig, um der Vereinzelung im Seminar entgegenzuwirken. Wenn die Seminarleitung das also nicht selber vorschlägt, dann ergreift selbst die Initiative! Auch wenn’s jetzt noch etwas früh ist: Viele Seminare führen gegen Ende der Ausbildung eine Pädagogische Woche durch, in der es auch um Einstellungsfragen und Beschäftigungsperspektiven gehen kann oder soll. Ladet doch auch die GEW NRW dazu ein und profitiert von unserer Kompetenz.

Infos und Service zu Seminar

Stand: August 2019