Auslandseinsatz

Die Bundesrepublik Deutschland fördert den weltweiten Einsatz von Lehrkräften an Deutschen Auslandsschulen und ausgewählten ausländischen staatlichen Bildungseinrichtungen. Die Einsatzdauer beträgt in der Regel drei bis sechs Jahre.

Der Fall

Seit fünf Jahren ist die Deutschlehrerin A. als Beamtin in der Gesamtschule B. tätig. Nun interessiert sie sich für eine pädagogische Tätigkeit im Ausland. Wie gelangt sie an eine entsprechende Stelle?

Die Rechtslage

Die Bundesrepublik Deutschland fördert den weltweiten Einsatz von Lehrkräften an Deutschen Auslandsschulen und ausgewählten ausländischen staatlichen Bildungseinrichtungen. Die Einsatzdauer beträgt in der Regel drei bis sechs Jahre.

Bei der Personalvermittlung wird unterschieden zwischen Auslandsdienstlehrkräften (ADLK) und Bundesprogrammlehrkräften (BPLK). Je nach Programm gibt es unterschiedliche Auswahl- und Bewerbungsverfahren.

Informationen über Einsatzmöglichkeiten und Bewerbungsverfahren erteilen das Bundesverwaltungsamt - Zentralstelle für das Auslandsschulwesen - in 50728 Köln.

Daneben besteht die Möglichkeit, im Auftrag der Bundesländer als sog. Landesprogrammlehrkraft im Rahmen der Lehrerentsendeprogramme an schulischen Einrichtungen im Baltikum, in Mittel- und Osteuropa und in Zentralasien zu arbeiten.

Bedarf besteht hauptsächlich an Lehrkräften mit der Lehrbefähigung für die Sekundarstufe II

  • mit den Fächern Deutsch und/oder einer modernen Fremdsprache und Beifächern wie Geschichte, Geographie, Musik,
  • mit Mathematik und/oder Naturwissenschaften/Informatik
  • und in geringerem Umfang an Handelsschullehrer*innen (kaufmännische Ausrichtung) für die duale Berufsausbildung.

    VerfahrenBewerbungen (zweifach) sind möglichst umgehend auf dem Dienstweg (Schulleitung, ggf. Schulamt, Bezirksregierung, Ministerium) an folgende Stelle zu richten:

    Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen – VI R 2 50728 Köln

    Gleichzeitig je eine weitere Ausfertigung der Bewerbungsunterlagen als Vorabinformation direkt an die Zentralstelle und an das Referat 414 im MSW zu senden.

    Es empfiehlt sich, mit dem Auslandsschuldezernenten bei der zuständigen Bezirksregierung Kontakt aufzunehmen.

    Bewerbungsformulare sind auf der Homepage der Zentralstelle.

    Für die Genehmigung der Beurlaubung zum Auslandsschuldienst sind nach § 59 Abs. 4 Nr. 3 Schulgesetz (SchulG) die Schulleitungen zuständig. Sie haben gemäß den Richtlinien (BASS 21-02 Nr; hier Punkt 3.1.3) aus diesem Anlass eine Dienstliche Beurteilung zu erstellen (s.a. Rd.Erl. „Auslandsschuldienst“ d. MSW v. 14.06.2007, BASS 21-12 Nr.3).

    Finanzen

    Über die finanziellen Rahmenbedingungen gibt das Bundesverwaltungsamt – die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen -  Auskunft.

    Schulleitungsstellen

    Im Auslandsschuldienst sind je nach Größe der Schule und Schulform Schulleitungsstellen für die Besoldungsgruppen A14 bis A16 ausgeschrieben. Bewerber*innen müssen die in der Ausschreibung angegebene Besoldungsgruppe bereits innehaben und dürfen zum ausgeschriebenen Zeitpunkt des Amtsantritts das 59. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. In der Regel werden Erfahrungen im Auslandsschuldienst sowie die Bereitschaft der Zusammenarbeit mit kulturellen Einrichtungen im Gastland erwartet.

    Info

    Stand: Januar 2016