Überfälliger Schritt

GEW begrüßt Neuregelungen bei Bekenntnisschulen

Die GEW begrüßt die, von den Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, auf den Weg gebrachte Schulgesetzänderung bei den Bekenntnisschulen in NRW. Sowohl die Absenkung des Quorums bei der Umwandlung einer Bekenntnisschule in eine Gemeinschaftsschule als auch die Lockerung der Vorgaben zum Bekenntnis der Lehrer*innen sind aus Sicht der Gewerkschaft lange überfällig.

"Dies ist ein großer Schritt hin zu einer Grundschule für alle Kinder. Das gemeinsame Lernen, unabhängig vom Bekenntnis oder von welchem Glauben auch immer, wird erleichtert", begrüßte Landesvorsitzende Dorothea Schäfer das erfolgreiche Ergebnis von Gesprächen zwischen Kirchenvertreter*innen und den schulpolitischen Sprecher*innen der Regierungskoalitionen.

Die demografische Entwicklung wie auch die wachsende Heterogenität der Bevölkerung hinsichtlich ihrer Bekenntnisse und Weltanschauungen bedingten diese Neuregelung, bestätigte Schäfer. Die Zahl der Grundschulen sei insgesamt gesunken, in einer steigenden Zahl von Gemeinden gebe es nur mehr öffentliche Bekenntnisschulen. Die GEW-Landesvorsitzende bekräftigt: "Hier soll die Hürde für eine Umwandlung gesenkt und die Steuerungsmöglichkeit für den Schulträger verbessert werden."

Hinsichtlich der Bekenntnishomogenität, die Lehrer*innen betreffen, wünsche sich die GEW allerdings doch noch etwas mehr Mut seitens der Politik, so Schäfer abschließend.