Größte Bildungsgewerkschaft NRW

Mitgliederzuwachs hält an: GEW hat rund 48.000 Mitglieder

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW hat im letzten Jahr per Saldo knapp 400 Mitglieder gewonnen und verzeichnet jetzt 48.157 Mitglieder (Stand: 31. Dezember 2014). Der Mitgliederzuwachs, bereits im achten Jahr in Folge, beträgt gut 0,8 Prozent und entspricht damit dem Bundesdurchschnitt.

GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer wertet diese Zahlen als ermunterndes Signal auch für die Tarifauseinandersetzungen: „Wir sind hier gut aufgestellt und werden wieder versuchen, viele Beschäftigte für die GEW zu gewinnen.“

Die Bildungsgewerkschaft wertet den positiven Mitgliedertrend als Vertrauensbeweis für ihre konsequente Interessensvertretungspolitik. Entgegen allen Debatten über die schwindende Bindungskraft von Großorganisationen habe die Gewerkschaft an Attraktivität, zumal auch bei jüngeren Mitgliedern, gewonnen.

Das Geschlechterverhältnis in den pädagogischen Berufen hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich zugunsten der Frauen verschoben. Dieser gesellschaftliche Trend spiegelt sich auch in der Mitgliedschaft der GEW wider: mehr als zwei Drittel der GEW-Mitglieder sind Frauen.

Erfreulich sei auch, dass viele Mitglieder nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben der Gewerkschaft treu blieben. Positiv bewertet Schäfer auch den stetigen Mitgliederzuwachs an den Hochschulen und in den sozialpädagogischen Arbeitsfeldern. Schäfer wörtlich: „Unser Einsatz für gute Arbeit an den Hochschulen zeigt Wirkung. Mit unserer Tarifkampagne wollen wir eine angemessene Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen und damit eine Aufwertung des Erzieher*innenberufs durchsetzen.“