GEW ruft tarifbeschäftigte Mitglieder zu Warnstreiks auf

Ergebnisse Verhandlungsrunde für mehr Geld und Tarifvertrag

Nachdem in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ergebnislos abgebrochen wurde, bereiten sich die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in NRW auf Arbeitskampfmaßnahmen vor. Die GEW ruft ihre tarifbeschäftigten Mitglieder zu ganztägi-gen Warnstreiks auf, die in der ersten Märzwoche jeweils einen Tag abwechselnd in den fünf Regie-rungsbezirken stattfinden werden.

„Statt endlich ihre Blockadepolitik bei der Entgeltordnung für die Lehrkräfte aufzugeben, verlangen die Arbeitgeber*innen immer wieder neue finanzielle Zugeständnisse von uns wie die Kürzung der Altersversorgung. Deshalb müssen wir den Druck erhöhen und setzen mit unserer ersten Warnstreikwelle ein deutliches Zeichen“, erklärte heute Dorothea Schäfer, GEW-Vorsitzende in NRW und Mitglied der Verhandlungskommission der Gewerkschaften.

Gewerkschaften und TdL liegen mit ihren Positionen zum Lehrkräftetarifvertrag noch weit auseinan-der. Auch die gewerkschaftlichen Forderungen nach einer Tariferhöhung um 5,5% sind bislang auf schroffe Ablehnung der Arbeitgeber*innen gestoßen.

In NRW arbeiten rund 40.000 der bundesweit insgesamt 200.000 tarifbeschäftigten Lehrkräfte. Die GEW erwartet eine hohe Streikbeteiligung.

Auftakt der Warnstreikrunde ist am Dienstag, den 3.3., im Regierungsbezirk Düsseldorf. Die Streikenden werden sich an diesem Tag in den Streiklokalen in Duisburg, Düsseldorf, Essen und Wuppertal in die Streiklisten eintragen.

 Am Mittwoch, den 4.3., streiken die tarifbeschäftigten Lehrkräfte in den Bezirken Detmold und Köln. Streikstandorte: Bielefeld, Minden, Herford, Aachen, Bonn und Köln.

Der Abschluss der ersten Warnstreikrunde findet am Donnerstag, den 5.3., in den Bezirken Münster und Arnsberg statt. Die Streikenden versammeln sich in: Münster, Gelsenkirchen, Dorsten, Bochum, Dortmund, Siegen und Unna.

Die Vorbereitungen für die Streikkundgebungen und Protestaktionen werden von den jeweiligen Untergliederungen der GEW vor Ort vorbereitet. GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer wird am Dienstag, den 3.3., in Düsseldorf und am Donnerstag, den 5.3., in Dortmund zu den Streikenden sprechen, Verhandlungsführer Andreas Gehrke vom GEW-Hauptvorstand redet auf der Streikkundgebung in Köln am Mittwoch, den 4.3.. Auch die stellvertretenden Landesvorsitzenden Maike Finnern und Sebastian Krebs sind vor Ort im Einsatz.