Gerecht geht anders. Bildung ist MehrWert.

GEW-Auftaktveranstaltung zu den Tarifrunden 2015

Trommelmusik zur Begrüßung, eine szenische und musikalische Revue „Neues vom EGO“,  hochkarätige Gastredner und vier Fachforen zu den zentralen Themen – das Rahmenprogramm für die Auftaktveranstaltung der GEW zum Einstieg in die Tarifrunden 2015 könnte kaum attraktiver sein. Das zentrale Thema: „Der Wert der pädagogischen Arbeit“.

„Die GEW will sich im nächsten Jahr den zentralen Herausforderungen in der Tarifpolitik stellen. Unsere Ziele können wir nur durchsetzen, wenn wir als Beschäftigte im öffentlichen Dienst zusammenstehen und uns gemeinsam für unsere Forderungen einsetzen“, stimmt GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer die Mitglieder und Funktionär*innen der Gewerkschaft auf eine Konferenz am morgigen Samstag (15.11.) ein, zu der rund 200 Teilnehmer*innen erwartet werden. Gastredner sind Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, und Andreas Gehrke, Leiter der Abteilung Tarif- und Beamtenpolitik der GEW Bund und Verhandlungsführer bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Gehrke wird in seinem Referat zur Tarifpolitik auch auf die aktuelle Debatte um den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Tarifeinheit eingehen. 

Mit drei Kernforderungen geht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in die kommenden Tarifrunden für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertageseinrichtungen soll endlich aufgewertet werden und deshalb für sie und für alle anderen Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes, wie z.B. die Schulsozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen der Kommunen, die Entgeltordnung verbessert und modernisiert werden. Außerdem: Neben einer kräftigen Entgelterhöhung für die Tarifbeschäftigten in den Ländern soll es auch endlich nach monatelangen Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) einen Tarifvertrag für tarifbeschäftigte Lehrkräfte geben.

„Gerade für NRW mit der im Westen höchsten Anzahl angestellter Lehrkräfte ist es von besonderer Bedeutung, dass die öffentlichen Arbeitgeber endlich den Weg zur Tarifierung einer Entgeltordnung für Lehrkräfte freimachen“, sagte Schäfer weiter und ergänzte: „Für ihre verantwortungsvolle und gesellschaftlich wichtige Arbeit bekommen Erzieher*innen und alle anderen sozialpädagogischen Fachkräfte zwar viel Zuspruch, aber viel zu wenig Geld. Damit sich das ändert, haben wir die Kampagne „Für ein besseres EGO“ aufgelegt.“ 

Theater „Grüne Sosse“ : Revue „Neues vom EGO“ zum Alltag von Erzieher*innen


Attraktiver Programmpunkt der Auftaktkonferenz ist die Revue „Neues vom EGO“, eine Produktion der GEW in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Theater „Grüne Sosse“. In szenischer Abfolge geht es um Arbeit, Engagement und Leben der Erzieher*innen.

Tarifbeschäftigte Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte


Vom Abschluss einer Entgeltordnung würden bundesweit ca. 200.000 Lehrkräfte, davon alleine rund 40.000 in NRW, profitieren. Seit 2006 kämpft die GEW gegen die Benachteiligung der Tarifbeschäftigten an Schulen und Hochschulen.

Rund 100.000 der gut 600.000 sozialpädagogische Fachkräfte bundesweit arbeiten in Kindertageseinrichtungen in NRW. Von den dort weit über 9.000 Einrichtungen sind rund 25% in kommunaler Trägerschaft.