Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst

Kommunale Beschäftigte kämpfen für bessere Bezahlung

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Vor der möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde am 28. und 29. April hat die GEW ihre Mitglieder, vor allem in den kommunalen Kitas, zu Warnstreiks aufgerufen. Kommunale Beschäftigte werden in Bielefeld, Bochum, Düsseldorf, Krefeld und Münster am Dienstag, den 26.4. die Arbeit niederlegen und zu den zentralen Kundgebungen nach Bielefeld, Düsseldorf und Dortmund anreisen. Am Mittwoch, den 27.4., gehen ihre Kolleginnen und Kollegen in Dortmund, Köln und Bonn in einen eintägigen Ausstand und beteiligen sich an den zentralen Kundgebungen in Dortmund und Köln. 

Die Hauptforderungen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes lauten: 6 Prozent mehr Gehalt und ein Ende der sachgrundlosen Befristungen. Zudem steht auch die Betriebsrente der Beschäftigten auf der Agenda. Hier fordern die Gewerkschaften, dass kein Eingriff in das Leistungsrecht der Betriebsrenten erfolgt.

„Nach dem großartigen Einsatz im letzten Jahr, erwarten wir für beide Tage wieder eine große Beteiligung der sozialpädagogischen Fachkräfte an den Streikkundgebungen“, sagte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer in Essen. „Wer einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst fordert, muss die Beschäftigten auch angemessen bezahlen. Seit Jahren klagen die Kommunen, dass viele offene Stellen, vorrangig in den Kitas, nicht besetzt werden können, weil es an qualifizierten Nachwuchskräften mangelt. Mit miesen Tarifangeboten wird man dieses Problem nicht lösen.“ Die Lösung könne nur darin bestehen, gute Arbeitsbedingungen und angemessene Bezahlung zu bieten, um den Beruf attraktiver zu gestalten.

In NRW gibt es insgesamt über 9.000 Kindertageseinrichtungen (davon ca. 25 Prozent in kommunaler Trägerschaft), in denen rund 95.000 Personen beschäftigt sind. Die für den öffentlichen Dienst vereinbarte Tariferhöhung wird auch Auswirkungen für eine Entgelterhöhung bei den freien Trägern haben.

GEW: Keine Spareingriffe bei Betriebsrenten!

Auf dem Gewerkschaftstag der GEW in Bielefeld (21. bis 23.4.) hat Oberbürgermeister Pit Clausen in seiner neuen Funktion als Vorsitzender des Städtetages NRW eine Resolution des Gewerkschaftstages zur aktuellen Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst entgegen genommen. Die Delegierten bekräftigten in dieser Resolution die gewerkschaftlichen Forderungen nach einer Tariferhöhung von 6 Prozent und verwahrten sich gegen Spareingriffe in die Betriebsrenten der Beschäftigten.

Ansprechpartner

Berhold Passchert
Pressesprecher
berthold.paschert@gew-nrw.de
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