Dorothea Schäfer eindrucksvoll im Amt bestätigt

Bildung ist die wichtigste Voraussetzung für gelingende Integration

Dorothea Schäfer eindrucksvoll im Amt bestätigt

Foto: iStock.de/Double

Die Landesvorsitzende der GEW, Dorothea Schäfer, ist am heutigen Freitag auf dem Gewerkschaftstag in Bielefeld eindrucksvoll in ihrem Amt bestätigt worden. Die 61-jährige Gesamtschullehrerin aus Unna erhielt 92,3% der Delegiertenstimmen. Auch ihre Stellvertreter*innen Maike Finnern und Sebastian Krebs wurden mit 93,9 % bzw. 91,7 % Ja-Stimmen wieder gewählt. 

Schäfer hatte vor der Wahl in einer kämpferischen Rede um das Vertrauen der 400 Delegierten geworben: „Ich will mich weiterhin mit ganzer Kraft für eine Stärkung der GEW engagieren. Als Bildungsgewerkschaft kämpft die GEW für mehr Bildung und bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung im gesamten Bildungsbereich von der Kita über Schule und Hochschule bis zur Weiterbildung.“ Auch die Durchsetzung von mehr Chancengleichheit in der Bildung gehöre zu den vordringlichen Zielen der GEW.
Am Vortag widmete sich der Gewerkschaftstag ausführlich dem Thema „Migration und Integration“ mit einem wissenschaftlichen Vortrag des Konfliktforschers Prof. Zick und einem Round-Table-Gespräch mit Bildungsexpert*innen. Die Delegierten forderten einstimmig den freien und unmittelbaren Zugang aller Geflüchteten zu Bildungsangeboten, passend zu ihrem individuellen Lern- und Bildungsstand. „Bildung“, so heißt es im Beschluss, „ist die wichtigste Bedingung, um Integration zu ermöglichen.“ Die GEW erkennt die Bemühungen der Landesregierung zur Schaffung neuer Lehrer*innenstellen an, hält aber weitere 7.000 Stellen für Integration und Inklusion für erforderlich.
 
Ein weiterer Debattenschwerpunkt des Gewerkschaftstages war die Tarifpolitik. Das Ziel der GEW für angestellte Lehrkräfte eine gerechte Bezahlung zu erreichen, wird mit gewerkschaftlichen Mitteln weiter verfolgt. Dazu will die GEW ihre Kampffähigkeit weiter stärken.

Der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen, zu einem Grußwort eingeladen, nahm in seiner neuen Funktion als Vorsitzender des Städtetages NRW eine Resolution des Gewerkschaftstages zur aktuellen Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst/Kommunen entgegen. Die Delegierten bekräftigten in dieser Resolution die gewerkschaftliche Forderung nach einer Tariferhöhung von 6% und verwahrten sich gegen Spareingriffe in die Betriebsrenten der Beschäftigten.

Ansprechpartner

Berthold Paschert
Pressesprecher
berthold.paschert@gew-nrw.de
+49 201 2940312