Schnell und entschlossen Bildung ermöglichen

Refugees Welcome: Tag des Flüchtlings 2015

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mahnt am Tag des Flüchtlings 2015 schnelles und entschlossenes Handeln von Politik und Verwaltung an, das Menschenrecht auf Bildung für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen umzusetzen. „Bildung und Integration sind untrennbar miteinander ver­bun­den“, erklärte Dorothea Schäfer, Vorsitzende der GEW in NRW heute in Essen. 

Die gesamte Bildungskette müsse in den Blick genommen werden. Vom Spracherwerb in Kita und Schule bis hin zur Ermöglichung des Studiums für Geflüchtete und passgenaue Angebote der Erwachsenenbildung.

Für die schulische Bildung fordert die GEW in NRW ein Maßnahmenpaket mit folgenden Ele­menten:

  • - Förderung der Aus-/Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften mit der Befähigung „Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache“;
  • - Einstellung zusätzlicher Lehrkräfte zur Beschulung geflüchteter Kinder;
  • - Einrichtung z.B. von Willkommensklassen bzw. speziellen Lerngruppen für geflüchtete
  • - Kinder bzw. Jugendliche mit einer maximalen Größe von 12 Schülerinnen und Schülern. Zudem ergänzende Sprachangebote im Regelunterricht von Anfang an;
  • - Ausbau der Schulsozialarbeit durch mindestens zwei Fachkräfte an jeder betroffenen Schule;
  • - Aufwertung von „Deutsch als Zweit-/Fremdsprache“ zu einer echten Lehramtsbefähigung;
  • - Durchgängige Sprachbildung als verpflichtender Bestandteil in allen Fächern;
  • - Ausweitung der assistierten Ausbildung und ausbildungsbegleitenden Hilfen in der beruflichen Bildung;
  • - Schaffung des Rechts auf Schulbesuch für Geflüchtete bis zum 25. Lebensjahr.