GEW erhöht Druck – fünfter Warnstreiktag am Mittwoch

Tarifverhandlungen unterbrochen, Arbeitgeber*innen bleiben stur

Nachdem in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) keine substantiellen Annäherungen brachte, bereiten sich die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in NRW auf weitere Arbeitskampfmaßnahmen vor. Die GEW ruft ihre tarifbeschäftigten Mitglieder in Schule und Hochschule am kommenden Mittwoch (25.3.) zu einem landesweiten Warnstreik auf. Streikkundgebungen sind in Düsseldorf, Köln, Dortmund, Bielefeld und Münster geplant.

"Nach wie vor zeigen sich die Arbeitgeber*innen - im Gegensatz zu den Gewerkschaften - nicht bereit, ihre Maximalpositionen zu überdenken und sich auf wirkliche Verhandlungen einzulassen", sagte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer nach ihrer Rückkehr aus Potsdam. "Zur Entgeltordnung gibt es einen Vorschlag der Arbeitgeber*innen, der aber entscheidende Verbesserungen für den größten Teil der betroffenen Lehrkräfte nicht enthält."

In den zentralen Fragen sei immer noch kein Entgegenkommen der Arbeitgeber*innen festzustellen, bilanzierte Schäfer die dritte Verhandlungsrunde. Nach wie vor gebe es kein Lohnangebot und auch keine Vorschläge seitens der Arbeitgeber*innen zur Eindämmung sachgrundloser Befristungen von Beschäftigungsverhältnissen. Beim äußerst brisanten Verhandlungspunkt "Zusatzversorgung" sei kein Abrücken von der Absicht der TdL, die Finanzierung zu Lasten der Arbeitnehmer*innen zu ändern, erkennbar. "Daher", so das Fazit der GEW-Vorsitzenden, "muss der Druck auf die Arbeitgeber *innen offensichtlich erhöht werden."