GEW erhöht Druck auf Tarifverhandlungen

Mittwoch wieder Warnstreikwelle der Landesbeschäftigten

Die GEW will die Blockade der öffentlichen Arbeitgeber*innen bei den Tarifverhandlungen nicht länger hinnehmen und hat ihre tarifbeschäftigten Mitglieder in Schule und Hochschule am morgigen Mittwoch (25.3.) zu einem erneuten landesweiten Warnstreik aufgerufen. Die Streikenden versammeln sich zu regionalen Kundgebungen und Demonstrationen in Düsseldorf, Köln, Dortmund, Bielefeld und Münster, die gemeinsam mit der Gewerkschaft Ver.di organisiert werden. Auch die Dienstleistungsgewerkschaft ruft die Landesbediensteten zum Warnstreik auf.

"Wir erwarten eine konstruktive und ergebnisorientierte Verhandlungsrunde am Samstag. Dafür setzen wir morgen ein klares Signal und machen noch mal kräftig Druck", kündigte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer heute in Essen an. Die GEW-Chefin wird morgen auf der Kundgebung in Köln zu den versammelten Streikenden sprechen. GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke wird auf der Streikkundgebung in Bielefeld erwartet.

Die vierte Verhandlungsrunde am kommenden Samstag (28.3.) in Potsdam ist angesetzt worden, weil es in den zentralen Fragen immer noch keine Annäherung der Verhandlungspartner gegeben hat. Nach wie vor strittig ist der Tarifvertrag über eine Entgeltordnung für Lehrkräfte. Beim äußerst brisanten Verhandlungspunkt "Zusatzversorgung" sei kein Abrücken von der Absicht der TdL, die Finanzierung zu Lasten der Arbeitnehmer*innen zu ändern, erkennbar. Bislang haben die öffentlichen Arbeitgeber*innen auch noch kein Angebot zur Erhöhung der Gehälter vorgelegt.