Gelingende Inklusion braucht mehr Ressourcen

GEW NRW zum Tag der Menschen mit Behinderungen

Zum heutigen 'Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung' erneuert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW ihre Forderung nach besseren Bedingungen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen. Das Recht auf Bildung ist universelles Menschenrecht. Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap haben Anspruch auf ein qualitativ hochwertiges Schulangebot. "Es ist noch ein weiter Weg zu einem gelungenen inklusiven Bildungssystem in Nordrhein-Westfalen" bekräftigte Schäfer, Vorsitzende der GEW NRW, heute. "Es muss anders werden, wenn es gut werden soll".

Immer mehr Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen eine allgemeine Schule. Die Realität an den Schulen zeigt aber, dass guter Unterricht im Gemeinsamen Lernen vor allem das Resultat des großen Engagements vieler Kolleg*innen in den Schulen ist. "Schulen benötigen verbindliche Qualitätsstandards für die Inklusion. Sie brauchen mehr Ressourcen und mehr Unterstützung", so Dorothea Schäfer. "Wir unterstützen den Städte- und Gemeindebund daher ausdrücklich, wenn er einheitliche Qualitätsmaßstäbe und ausreichende Finanzierung fordert."

Die GEW-Vorsitzende verwies auf die Ergebnisse der von der GEW landesweit durchgeführten repräsentativen Umfrage zur Umsetzung der schulischen Inklusion in Nordrhein-Westfalen. Die Schulleitungen als Expert*innen aus der Praxis erhielten im Rahmen der Umfrage die Möglichkeit, sich zu ihren bisherigen Erfahrungen mit der Inklusion zu äußern. Die Ergebnisse der systematischen Bestands­aufnahme zeigen dringenden Handlungsbedarf. "Die Schulen brauchen nach eigenen Angaben vordringlich: mehr Stellenressourcen sonderpädagogischer Förderung, mehr Zeitressourcen für Absprachen und Beratung, mehr und bessere Räumlichkeiten für den Unterricht, mehr Fortbildungen für die Kolleg*innen und kleinere Klassen." erklärt Schäfer.