Erzieher*innen wollen Aufwertung ihrer Arbeit

Zweiter Warnstreik in Kitas

Die GEW hat ihre Mitglieder in den Kitas in Köln, Troisdorf, Dortmund und Herne erneut zum Warnstreik aufgerufen. Am morgigen Freitag, 27.3., treten die Erzieher*innen zum zweiten Mal in dieser Woche in den Ausstand.

"Auch in der zweiten Verhandlungsrunde über die Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kein Angebot zur Aufwertung der sozialen Berufe vorgelegt. Deshalb müssen wir die Streiks fortsetzen", erklärte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer.

"Die Positionen liegen noch weit auseinander, aber es war ein Einstieg in konstruktive Gespräche", bewertete GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke die Verhandlungen am Montag in Münster. Die Streikbereitschaft der Erzieher*innen sei enorm. "Sie haben deutlich gemacht, dass sie angesichts steigender Anforderungen eine deutliche Aufwertung ihrer Tätigkeiten durch eine bessere Eingruppierung erwarten. Gute Qualität in Kitas und sozialen Einrichtungen kann auf Dauer nur gelingen, wenn auch das Geld stimmt", betonte Hocke.

Durch eine Neuregelung der Eingruppierungs- und Tätigkeitsmerkmale wollen die Gewerkschaften GEW und Ver.di Gehaltssteigerungen von durchschnittlich zehn Prozent erreichen.

Die Arbeitgeber*innen, so Hocke weiter, hätten grundsätzlich anerkannt, dass bei der Eingruppierung der Kita-Leiter*innen und stellvertretenden Leiter*innen Handlungsbedarf bestehe. "Sie haben sich mit den gewerkschaftlichen Forderungen auseinandergesetzt, ohne dass es jedoch eine entscheidende Annäherung gab."

Die Gewerkschaften und die Arbeitgeber*innen verständigten sich auf einen festen Zeitplan für die weiteren Verhandlungen, der sämtliche Berufsgruppen des Sozial- und Erziehungsdienstes umfasst. Am 9. April werden die Verhandlungen für die Erzieher*innen und Kinderpfleger*innen fortgesetzt.