5.000 Lehrkräfte in dieser Woche im Ausstand

Dritter Warnstreiktag: 2.000 Streikende in Münster und Arnsberg

Am dritten und letzten Warnstreiktag beteiligten sich wieder rund 2000 Tarifbeschäftigte aus Schulen und Hochschulen an den Streiks und gewerkschaftlichen Aktionen. Damit sind in dieser Woche rund 5.000 Lehrkräfte dem Streikaufruf der GEW gefolgt.

 Heute sind die Beschäftigten in den Regierungsbezirken Münster und Arnsberg in den Ausstand ge-treten, Streiklokale waren in Gelsenkirchen, Münster, Dorsten sowie Bochum, Dortmund, Unna und Siegen eingereicht. In diesen Städten fanden auch Demonstrationen und Kundgebungen, teils gemeinsam mit dem DGB und Ver.di, statt.

GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer – zunächst an ihrem Wohnort in Unna, dann mittags in Dortmund im Einsatz - griff in ihrer Streikrede die Tarifgemeinschaft deutscher Länder an, die einen Tarifvertrag für die bundesweit rund 200.000 Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis blockiert. Schäfer wörtlich: „Wenn die TdL unsere Forderung nach einem Tarifvertrag mit dem Argument ablehnt, der sei zu teuer und verhindere notwendige Investitionen in die Bildung, so ist das zynisch. Eine gute und gerechte Bezahlung für die, die für die Bildung und Erziehung unserer Kinder verantwortlich sind, ist gut investiertes Geld in die Bildung.“ Die GEW erwarte von der Landesregierung ein Signal an die TdL und an die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Dieses Signal, so Schäfer, müsse lauten: „Wir wertschätzen euch und eure Arbeit, wir bezahlen euch anständig und angemessen.“

Auch Schäfers Stellvertreterin Maike Finnern forderte auf der Streikversammlung in Münster den Ein-stieg in eine gerechtere Bezahlung mittels Tarifvertrag, die Willkür müsse ein Ende haben. Finnern unterstrich: „Wer ein gut funktionierende Schulen und eine gute Bildung möchte, der muss in Personal investieren. Gute Bildung kostet Geld.“

Redner*innen bekräftigten die gewerkschaftlichen Forderungen nach Erhöhung der Tabellenentgelte um 5,5%, mindestens 175 EURO, den Erhalt der Leistungen in der Zusatzversorgung (VBL) und den Ausschluss sachgrundloser Befristungen. Sebastian Krebs, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW, resümierte: „Das war eine gute Woche für unsere gemeinsame Sache. Wir lassen nicht locker.“

Fortsetzung der Warnstreiks in NRW

Donnerstag, 12.3.: Düsseldorf

Ganztägiger Warnstreik - Kundgebung vor dem NRW-Landtag (13.15 Uhr)

Die Gewerkschaften Ver.di, GEW, GdP und dbb-Tarifunion rufen die Landesbeschäftigten für diesen Tag zum landesweiten Streik auf.

Auf der gemeinsamen Kundgebung vor dem NRW-Landtag reden:

Achim Meerkamp, ver.di, und Willi Russ, dbb