Vermeiden statt Erfassen – durch mehr Personal!

Neue Studie: Kein vertretbarer Aufwand für Ermittlung des Unterrichtsausfalls

Die GEW begrüßt die Empfehlung der Gutachter*innen einer vom Schulministerium in Auftrag gegebenen Studie, Ressourcen nicht in die Erfassung, sondern in die Vermeidung von Unterrichtsausfall zu investieren. Mit einer besseren Erfassung gibt es nicht mehr Unterricht, zumal die Ursachen für Unterrichtsausfall hinlänglich bekannt sind. Als ausgesprochen kontraproduktiv beklagt die GEW die im letzten Jahr vorgenommene Kürzung der flexiblen Mittel für Vertretungsstellen.

„Effektiv lässt sich Unterrichtsausfall an unseren Schulen nur mit ausreichend Personal vermeiden“, erklärte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer. „Deshalb benötigen wir eine Vertretungs-reserve an den Schulen und mehr Mittel für die Kompensation von krankheitsbedingten und anderen Ausfällen.“ In ihrer Studie waren die Professor*innen Gabriele Bellenberg, Ruhr-Universität Bochum, und Christian Reintjes, Pädagogische Hochschule Brugg, zu dem Ergebnis gekommen, dass mit einem vertretbaren Aufwand es nicht möglich ist, den Unterrichtsausfall an den Schulen in NRW so abzubilden, dass ein realistisches Bild entsteht.