Unterrichtsausfall vermeiden und Mehrarbeit reduzieren!

GEW zur Landtagsdebatte über den Unterrichtsausfall

Wer Unterrichtsausfall vermeiden will, muss sein Ausmaß kennen – in der einzelnen Schule und landesweit. Zur Ermittlung des Unterrichtsausfalls hält die GEW eine jährliche Stichprobe für sinnvoll und für ausreichend, um auf der Landesebene wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. In diese Stichprobe muss – so die Forderung der Gewerkschaft - auch eine Erfassung des Umfangs der bezahlten und unbezahlten Mehrarbeitsstunden einbezogen werden, die von den Lehrkräften Jahr für Jahr millionenfach abgeleistet werden, um den Unterricht sicher zu stellen.

Die Vermeidung von Unterrichtsausfall ist ein Merkmal ‚guter Schule‘. Darum leisten Lehrer*innen tagtäglich - zumeist unbezahlte – Mehrarbeit, um ihn zu vermeiden. Diese Mehrarbeit muss deutlich reduziert werden. Es ist nicht länger hinzunehmen, dass die Landesregierung den Umfang dieser unbezahlten Mehrarbeit noch nicht einmal beziffern kann.

„Effektiv lässt sich Unterrichtsausfall an unseren Schulen nur mit ausreichend Personal vermeiden“, erklärte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer anlässlich der Landtagsdebatte. „Deshalb benötigen wir eine Vertretungsreserve an den Schulen und mehr Mittel für die Kompensation von krankheitsbedingten und anderen Ausfällen.“ Das wäre – so die GEW – auch ein Beitrag zur Reduzierung von Mehrarbeit und damit zum Arbeits- und Gesundheitsschutz von Lehrer*innen.