Zweiten Schritt vor dem ersten gemacht!

Förderschulen: GEW widerspricht Schulministerin

Die GEW kritisiert die vom Schulministerium überarbeitete Mindestgrößenverordnung für die Förderschulen in NRW. Ohne die bisherige Ausnahmeregelung gibt es - so die Warnung der Gewerkschaft - in Kürze kein Angebot an wohnortnahen Förderschulen mehr.

"Bevor die Bedingungen für die Inklusion richtig geklärt sind, werden funktionierende Förderschulen, die in den vergangenen Jahrzehnten Kinder und Jugendliche mit Lern- und Entwicklungsstörungen gut gefördert haben, durch eine Streichung der Ausnahmeregelung mit der Schließung konfrontiert" kritisierte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer die neue Verordnung und widersprach damit Schulministerin Sylvia Löhrmann, die damit eine gute Grundlage für ein pädagogisch hochwertiges Förderschulangebot gegeben sieht. Diese Einschätzung sei für die Lehrkräfte an Förderschulen nicht akzeptabel.

"Hier wird leider der zweite Schritt vor dem ersten gemacht", sagte Schäfer weiter und warnte: "Wenn im 9. Schulrechtsänderungsgesetz der Elternwille bezüglich des Förderortes betont wird, wird mit der Streichung der Ausnahmeregelung das Angebot an wohnortnahen Förderschulen in Kürze nicht mehr da sein."