Politische Instrumentalisierung nicht zielführend!

Zum Agieren der Bezirksregierung Köln

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft weist im Zusammenhang mit dem Agieren der Bezirksregierung Köln im Streit um die Stellenausstattung für die Inklusion in Aachen jeden Versuch der politischen Instrumentalisierung zurück. Wer die Stimmung in den Schulen als "Atmosphäre der Frustration und Bevormundung" beschreibt, nimmt die Lage falsch wahr. Lehrerinnen und Lehrer und ihre Gewerkschaft kritisieren die mangelnden Ressourcen für die Inklusion und engagieren sich zugleich motiviert für eine gute Umsetzung des Reformprozesses, unterstreicht die GEW.

"Würde die Landesregierung die Debatte um den richtigen Weg unterdrücken, würde sie die Chancen der Reform schmälern. Nur durch Austausch kontroverser Positionen kann der richtige Weg gefunden werden. Lehrerinnen und Lehrern die Beteiligung zu untersagen, demotiviert und gefährdet die Reform," äußerte sich heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer. Die Landesregierung werde, so Schäfer, am Erfolg 'der Inklusion' gemessen. Daher müsse sie ein Interesse an der Debatte haben.

Für die Debatte um Inklusion gilt, dass in den Schulen und in der Öffentlichkeit seit Monaten intensiv und streitbar über den richtigen Weg diskutiert wird. Schulaufsicht und Schulverwaltung agieren hier - so die Wahrnehmung der GEW - in der Regel angemessen. Für jeden Einzelfall gilt, dass Mitglieder der GEW mit gewerkschaftlichem Rechtsschutz und politischer Unterstützung rechnen können, wenn schulaufsichtliches Handeln unangemessen oder gar fehlerhaft freie Meinungsäußerung und demokratische Teilhabe ahndet.