Kampf um gerechte Bezahlung noch nicht zu Ende

Weitere Protest- und Streikaktionen der Lehrkräfte

Zur Durchsetzung des Tarifvertrages für die angestellten Lehrkräfte will die GEW weiterhin mit allen gewerkschaftlichen Mitteln kämpfen, landesweit und im Rahmen einer bundesweiten Strategie. Deshalb wird die Gewerkschaft noch vor den Sommerferien zu Protest- und Streikaktionen aufrufen, die mit den Protestaktionen der Beamten gegen das Spardiktakt der Landesregierung bei der Besoldungsrunde koordiniert werden sollen. Auf ihrem Gewerkschaftstag in Wuppertal kritisierten die Delegierten in zahlreichen Wortbeiträgen die Verweigerung der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), einen Tarifvertrag zur Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte abzuschließen.

„Die Landesregierung ist in der Mitverantwortung, die Benachteiligung der Tarifbeschäftigten gegenüber den verbeamteten Lehrkräften über eine tarifliche Regelung zu beenden“, erklärte dazu GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer. Arbeitsminister Guntram Schneider hatte den Delegierten am Donnerstag zugesagt, sich im Kabinett für den Abschluss eines solchen Tarifvertrages einzusetzen.

Bei den Wahlen zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der GEW setzte sich der 53jährige Berufsschullehrer Sebastian Krebs aus Düsseldorf gegen Torsten Menkhaus durch. Krebs will sich als tarifbeschäftigte Lehrkraft für alle Kolleginnen und Kollegen einsetzen.

In einem weiteren Antrag hat die GEW Schulministerin Löhrmann aufgefordert, die „Sperrung“ der flexiblen Mittel für Vertretungsunterricht unverzüglich aufzuheben. Die GEW hält die am Mittwoch bekannt gewordene Aufforderung Löhrmanns an die Schulen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen Vertretungsunterricht mit eigenen Kräften zu organisieren, für eine faktische Arbeitszeitverlängerung und eine erneute Zumutung für die Lehrkräfte. Löhrmann solle ihrer Fürsorgepflicht für die Lehrerinnen und Lehrer nachkommen.
Löhrmann wolle mit dieser faktischen Stellenstreichung an den Schulen im Umfang von 500 Lehrerstellen insgesamt 25 Millionen EURO einzusparen. Dadurch würden insbesondere auch die Beschäftigungsmöglichkeiten neu ausgebildeter Lehramtsabsolventen deutlich reduziert.