Dorothea Schäfer eindrucksvoll im Amt bestätigt

GEW fordert Modernisierung des Dienstrechts

Die Landesvorsitzende der GEW, Dorothea Schäfer, ist auf dem Gewerkschaftstag in Wuppertal eindrucksvoll in ihrem Amt bestätigt worden. Die 58jährige Gesamtschullehrerin aus Unna erhielt 94,6% der Delegiertenstimmen. Zu ihrer Stellvertreterin wurde Maike Finnern, bislang kommissarisch im Amt, gewählt. Die 44jährige zweite Realschulkonrektorin aus Enger erhielt 95% der Stimmen

„Ich will mich in den kommenden drei Jahren für eine Stärkung der GEW über die Schule hinaus engagieren. Wir sind Bildungsgewerkschaft! Deshalb setzen wir uns für bessere Arbeitsbedingungen  aller Beschäftigten im gesamten Bildungsbereich ein“, hatte Schäfer zuvor um das Vertrauen der 400 Delegierten geworben.

Auch die Durchsetzung von mehr Chancengleichheit in der Bildung gehöre zu ihren gewerkschaftlichen Zielen. Schäfer begrüßte die heute von Wissenschaftsministerin Schulze angekündigte Verdoppelung der Mittel für die Hochschulen in NRW auf 4 Milliarden EURO zur Verbesserung der Studiensituation für die Studierenden des Doppelten Abiturjahrgangs.

Nach dem gestrigen von Protesten begleiteten Auftritt von Arbeitsminister Schneider richtete sich heute DGB-Bezirksvorsitzender Andreas Meyer-Lauber mit einem kämpferischen Grußwort an die Delegierten. Er ging nicht nur auf die aktuelle Besoldungs- und Tarifpolitik ein, sondern widmete sich ausführlich dem Thema Zukunftsinvestition Bildung. Meyer-Lauber wörtlich: „Wir müssen wieder in die wichtigste Ressource unseres Landes investieren, in die Köpfe unserer Kinder und Jugendlichen.“

Ein erster Schwerpunkt der Debatten des Gewerkschaftstages war die Reform des Dienstrechts in NRW. Die GEW fordert hier eine Modernisierung mit dem Ziel attraktiverer Beschäftigungsbedingungen und einer angemessenen Besoldung ohne Differenzierung nach Lehrämtern und Schulformen. Als Einstieg soll laut Beschluss die Besoldungsgruppe A13 plus Zulage, bei Schulleitungen mindestens A14 plus Zulage gelten. Um mehr Lehrkräfte für Leitungspositionen, Stellvertretungen und Koordinationsstellen zu gewinnen, fordert die GEW eine höhere Dotierung dieser Stellen unabhängig von der Schulform. Fachleitungen in der Lehrerausbildung im Bereich der Primarstufe und Sekundarstufe I sollen strukturell besser besoldet, die Anwärterbezüge auf 1.600 EURO erhöht werden.