Delfin 4 läuft 2014 aus: Was lange währt, ...

Sprachförderung in Kitas neu aufstellen

Die GEW geht von einem Auslaufen von Delfin4 im nächsten Jahr aus. Bei der vorgesehenen Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) soll nach Informationen der Bildungsgewerkschaft das umstrittene Sprachstandstestverfahren nicht mehr greifen, gleichwohl soll Sprachförderung zentraler Bestandteil der frühkindlichen Bildung in den Kindertageseinrichtungen in NRW bleiben, für die - so die Forderung der Gewerkschaft - ausreichende Ressourcen bereitgestellt werden.

"Wir begrüßen die geplante Abschaffung von Delfin4. Das haben wir lange Zeit gefordert. Die Sprachförderung soll in die Kompetenz der Kitas gelegt werden - und das ist gut so," lobte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer die Absicht der Landesregierung.

Wie viele andere Sprachtests hat das Mercator Institut in der letzten Woche Delfin4 als untauglich eingestuft. Auch die GEW habe Delfin4 stark kritisiert und war sich mit vielen Sprachwissenschaftler*innen einig. Die Beobachtung der Grundschullehrkräfte und der Erzieher*innen sei einhellig gewesen: viele Kinder verweigerten sich beim Testverfahren, die Ergebnisse seien wenig aussagekräftig und die Belastungen für das Personal seien enorm.

Die GEW verlangt, dass die eingesparten Mittel für eine qualifizierte Sprachförderung in den Kitas verwendet werden. Schäfer forderte: "Wir müssen endlich die Sprachförderung in den Kitas konzeptionell auf eine neue Grundlage stellen. Für Diagnose und wirksame Förderung brauchen die Kitas ausreichende Ressourcen und qualifiziertes Personal."