Anstrengungen vergrößern, Benachteiligung abbauen!

GEW NRW zur Vorstellung der PISA-Ergebnisse

Auch wenn die Ergebnisse diesmal erfreulicherweise über dem OECD-Durchschnitt liegen, zeigt die PISA-Studie einmal mehr die soziale Benachteiligung von Schüler*innen aus bildungsfernen Schichten und - noch auffälliger - von Kindern mit Migrationshintergrund. Für die GEW NRW heißt das, die bildungspolitischen Anstrengungen zu vergrößern und für mehr Förderung bei leistungsschwächeren Schüler*innen zu sorgen.

"Wir dürfen nicht nachlassen bei unseren Bemühungen um eine Schule ohne soziale Auslese", erklärte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer nach der heutigen Veröffentlichung der aktuellen PISA-Studie. "Wir brauchen dafür mehr individuelle Förderung der Schüler*innen dafür auch kleinere Klassen. Wir brauchen auch mehr interkulturelle Kompetenz in den Schulen und viel mehr Zeit und Ressourcen für die Lehrerfortbildung."

Wie schon die IQB-Studie zeigte, müsse vor allem auch der fachfremde Unterricht an den Schulen abgebaut werden. Schäfers Forderung: "Die Bedingungen für den Lehrberuf müssen so attraktiv werden, dass es gelingt, auch für die naturwissenschaftlichen Fächer ausgebildete Lehrkräfte zu gewinnen."