Beherztes Handeln für sicheren Schulbeginn 2022

GEW fordert gebündelte Anstrengungen für eine sichere Bildung in NRW

Präsenzunterricht sowie der persönliche Austausch seiden aus pädagogischer Sicht die besten Formen des Lehrens und Lernens. In der Pandemie müsse deshalb alles für die sichere Präsenz getan werden. Dafür fordert die GEW ein Maßnahmenbündel in drei Bereichen: Infektionsschutz, Vorbereitung von möglichem Distanzunterricht und vorausschauende Planung der kommenden Monate.
Beherztes Handeln für sicheren Schulbeginn 2022

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Die GEW fordert zum Ende der Schulferien im Januar 2022 gebündelte Anstrengungen für eine sichere Bildung in NRW. „Durch Omikron werden wir mit höheren Infektionszahlen rechnen müssen. Die Landesregierung muss deshalb jetzt entschieden handeln. Die Politik muss endlich die Warnungen annehmen und darf nicht länger zögern, die möglichen Handlungsspielräume für sichere und gute Bildung zu nutzen“, fordert der GEW-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Thoden.

Präsenzunterricht sowie der persönliche Austausch sind aus pädagogischer Sicht die besten Formen des Lehrens und Lernens. In der Pandemie muss deshalb alles für die sichere Präsenz getan werden, wie die GEW hartnäckig fordert. „Wir betrachten mit Sorge, dass die Maßnahmen schon unter Delta nicht ausreichend waren. Das gilt mit Omikron nun umso mehr“, so Thoden weiter. 

Die GEW fordert deshalb ein Maßnahmenbündel in drei Bereichen: Infektionsschutz, Vorbereitung von möglichem Distanzunterricht und vorausschauende Planung der kommenden Monate.

Der Infektionsschutz in Schule und Kita muss nachhaltig erhöht werden, durch flächendeckende Impfangebote an den Schulen für Booster-Impfungen (Lehrkräfte) sowie Erst- und Zweitimpfungen (Schüler*innen). Die Landesregierung muss dabei umfassend die Kommunen unterstützen. Auch die voraussichtlich notwendige vierte Impfung muss dabei mit bedacht werden. 

Über Distanzunterricht nachzudenken, darf kein Tabu sein, so die GEW. Zu sehr hat die Pandemie bewiesen, dass wir alle Optionen auf dem Tisch lassen müssen: Benötigt wird ein Stufenplan, der transparent und verlässlich beschreibt, welche Maßnahmen bei welchen Schwellenwerten ergriffen werden. So wird Chaos durch um sich greifende Quarantänen verhindert und Sicherheit geschaffen. Distanzunterricht muss entsprechend vorbereitet werden können. Die Parallelität von Distanz- und Präsenzunterricht bringt Lehrkräfte weit über ihre Belastungsgrenze, weshalb Distanzunterricht einem Wechselmodell vorzuziehen ist.

Die Bildungspolitik muss stärker vorausschauend planen und weniger reagieren: Schulen brauchen eine bessere Unterstützung bei der Digitalisierung. Die technische Infrastruktur muss gewartet, in Teilen neu angeschafft und administriert werden. Dafür brauchen Schulen die Unterstützung von Systemadministrator*innen, damit sie nicht allein gelassen werden mit einem wachsenden Berg an Aufgaben. Das gilt umso mehr, wenn viele Geräte in wenigen Monaten und Jahren erneuert werden müssen. Schon jetzt sollten Notfallpläne für die Prüfungszeiträume erarbeitet werden. Wenn Prüfungen in Präsenz stattfinden sollen, benötigen die Schulen einheitliche Regelungen etwa zum Einhalten von Abständen, zur Absicherung durch Luftfilteranlagen sowie für regelmäßige Atempausen bei langen Prüfungen, in der die Masken abgenommen werden können.