Länger gemeinsam lernen

Um mehr Chancengleichheit in der Bildung zu erreichen, setzt sich die GEW NRW dafür ein, dass alle Schüler*innen über die Grundschule hinaus länger gemeinsam lernen.

Die GEW ist überzeugt, dass ein frühes Sortieren der Kinder in verschiedene Bildungsgänge Benachteiligungen mit Blick auf die Lernleistungen mit sich bringt und sich Potenziale nicht ausreichend entfalten. Fast alle europäischen Länder setzen auf längeres gemeinsames Lernen, die vierjährige Grundschule ist die Ausnahme.

Mit dem sogenannten Schulkonsens legten SPD, CDU und Grüne im Jahr 2011 einen langjährigen Streit über die Schulstruktur in NRW bei. Geschaffen wurde die neue Schulform Sekundarschule, welche die Jahrgänge 5 bis 10 umfasst und keine eigene gymnasiale Oberstufe hat. Die Sekundarschule ermöglicht ein längeres gemeinsames Lernen aller Schüler in den Klassen 5 und 6. Nach einem ersten Gründungsboom gab es zum Schuljahresbeginn 2017/18 allerdings nur noch eine einzige neue Sekundarschule in NRW. Vor allem im ländlichen Raum sinken die Anmeldezahlen.

Als Befürworterin der inklusiven Schule für alle Kinder begrüßt die GEW NRW die Entwicklung von Schulen des längeren gemeinsamen Lernens als Schritt in die richtige Richtung. Außerdem ist die GEW NRW im Bündnis „Länger gemeinsam lernen“ aktiv, in dem Initiativen und Einzelpersonen für ein längeres gemeinsames Lernen in den nordrhein-westfälischen Schulen werben.