GEW-Studierende bei Petitionsübergabe vertreten

"Keine Studiengebühren in NRW"

Ein breites Bündnis von Gegnern von Bildungs- und Studiengebühren überreicht heute eine Petition 'Keine Studiengebühren in NRW‘ an Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. Die GEW NRW unterstützt diese Aktion politisch, der Landesausschuss der Studentinnen und Studenten der GEW NRW (LASS) ist dabei vertreten. Die Übergabe erfolgt im Rahmen einer Sitzung des Wissenschaftsausschusses im Landtag. Gleichzeitig findet eine Kundgebung der beteiligten Organisationen vor dem Landtag statt.
GEW NRW:“Keine Studiengebühren in NRW!“

Foto: Dominik Buschardt

GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer begrüßte die Aktion der Studierendenvertretungen: „NRW ist ein Ballungszentrum für den offenen wissenschaftlichen Diskurs und für Forschung und Lehre auf hohem Niveau. Dies ist mit der Einführung von Studiengebühren unvereinbar. Eine Hochschul-Maut für internationale Studierende in Zeiten des aufkeimenden Rechtspopulismus ist auch politisch gefährlich.“

Nina Krüger, Sprecherin des LASS: „Wir Studierenden in der GEW solidarisieren uns mit allen Studierenden, für die Studiengebühren geplant sind, da dies eine Zumutung für alle Menschen darstellt, die Zugang zu freier und höherer Bildung haben wollen. Studiengebühren treffen vor allem Menschen aus schwächeren sozio-ökonomischen Schichten und schüren in dieser Form national-egoistische Vorurteile.“

Hintergrund der breit getragenen Aktion ist die von der Landesregierung laut Koalitionsvertrag beabsichtigte Einführung von Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten, sog. Drittstaaten, die bereits in Baden-Württemberg Praxis ist. Nach diesem Modell werden Gebühren in Höhe von 1.500 Euro bzw. Zweitstudiengebühren in Höhe von 650 Euro pro Semester fällig.

Hochschulexperten und zahlreiche Senate von Universitäten und Fachhochschulen in NRW haben sich bereits öffentlich gegen diese Studiengebühren ausgesprochen. Sie versperrten den Zugang zu den Hochschulen und gefährdeten den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch.

Aktuelle Zahlen bestätigen diese Befürchtung. Nach einer Information des statistischen Landesamtes Baden-Württemberg hat die Einführung dieser Gebühren bereits im letzten Wintersemester zu einem Rückgang der Einschreibungen internationaler Studierender um 21 Prozent geführt (von 7.700 auf 6.080).

Berthold Paschert
Pressesprecher
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