AUFBRECHEN Zukunft Grundschule

Die Grundschulen in NRW sind vielfältig – das gilt für die Zusammensetzung der Kollegien ebenso wie für die Kinder, die unsere Schulen besuchen. Und was brauchen Grundschulen, damit sie eine gute Zukunft haben? Die GEW NRW hat darauf klare Antworten: Neben der zentralen Forderung nach der Aufwertung des Berufs durch die gleiche Bezahlung aller Lehrämter, stehen gute Arbeitsbedingungen und Bildungsgerechtigkeit im Fokus. Dafür fehlen nach wie vor ausreichendes und gut qualifiziertes Personal sowie verbindliche Standards – zum Beispiel für die Inklusion oder den Ausbau des Ganztags. Für diese Herausforderungen müssen dringend Lösungen gefunden werden. Deshalb stellt die Fachgruppe Grundschule der GEW NRW ihre Arbeit unter das Motto: AUFBRECHEN Zukunft Grundschule. 

Sozialpädagogik in der Grundschule: Fachkräfte in der Schuleingangsphase

Politische Rahmenbedingungen für sozialpädagogische Fachkräfte

Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase sind mittlerweile an fast jeder der knapp 2.800 Grundschule in NRW zu finden. Zum Schuljahresbeginn 2021/2022 stehen landesweit 2.195 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase zur Verfügung, die größtenteils besetzt sind. Die Zahl der Stellen soll perspektivisch auf 3.000 erhöht werden. Die GEW NRW begrüßt die Erhöhung der Anzahl der sozialpädagogischen Fachkräfte und sieht darin einen wichtigen Schritt zur Erfüllung einer langjährigen Forderung: Jede Klasse der Schuleingangsphase benötigt eine halbe Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft, mindestens aber muss jede Schule eine Stelle erhalten.

Sozialpädagogische Fachkräfte werden einer Schule zugeordnet und sollen nur in Ausnahmefällen an zwei Schulen zum Einsatz kommen. Schulen mit einem sozial herausfordernden Einzugsgebiet werden dabei vorrangig berücksichtigt, sodass hier teilweise bereits mehrere Sozialpädagog*innen für die Schuleingangsphase beschäftigt sind. Auch dies erfüllt eine GEW-Forderung, nämlich Ungleiches ungleich zu behandeln. Schulen mit besonderen Herausforderungen müssen personell besonders gut ausgestattet werden.

Tätigkeitsschwerpunkte von sozialpädagogischen Fachkräften (Erlass vom 8. Juni 2018)

  • Ermittlung der Lernausgangslagen
  • Mitwirkung bei der Förderdiagnostik und der Erstellung von Förderplänen
  • Planung und Durchführung gezielter Fördermaßnahmen in den Bereichen Basiskompetenzen Wahrnehmung, Motorik, Sprache, sozial-emotionaler Kompetenz
    Unterstützung der Kinder im Unterricht
  • Elternberatung und -information
  • Kooperation mit Kitas, außerschulischen Organisationen und professionellen Berater*innen

Die Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte in der Schuleingangsphase ist ein wichtiger Baustein zum Aufbau von mehr Bildungsgerechtigkeit, denn die Kolleg*innen fördern in den beiden ersten Schuljahren gezielt diejenigen Kinder, die einen schwierigen Schulstart haben. Sie helfen, die gravierenden Entwicklungsunterschiede der Schüler*innen und Schüler beim Schulstart aufzufangen und fördern präventiv Kinder mit noch nicht offiziell festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf.

Arbeitsbedingungen von sozialpädagogischen Fachkräften

Die Arbeitszeit mit den Kindern richtet sich nach den Pflichtstunden der Grundschullehrkräfte, hinzu kommen Vor- und Nachbereitung dieser Arbeit und weitere außerunterrichtliche Aufgaben wie zum Beispiel die Teilnahme an Konferenzen und Elterngesprächen. Sozialpädagogische Fachkräfte sind vollwertige Mitglieder des Kollegiums und haben im Rahmen der Schulmitwirkung dieselben Rechte und Pflichten wie Lehrkräfte, können also z.B. in den Lehrerrat oder den Personalrat gewählt oder als Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen bestellt werden.

Sozialpädagogische Fachkräfte in der GEW NRW – mitmachen!

In der GEW NRW engagieren sich sozialpädagogische Fachkräfte für gute Arbeitsbedingungen und die Verbesserung ihrer Bezahlung. Kompetente Ansprechpartner*innen informieren über alle Fragen rund um den Arbeitsplatz. Auch der fachliche Austausch wird organisiert. Hier gehts zu den Fortbildungen und Fachtagungen der GEW NRW für sozialpädagogische Fachkräfte >>

Forderungen der GEW NRW für sozialpädagogische Fachkräfte an Grundschulen

  • Die GEW NRW begrüßt die Erhöhung der Anzahl der sozialpädagogischen Fachkräfte zum Schuljahr 2019/2020 und sieht darin einen richtigen Schritt zur Erfüllung einer langjährigen GEW-Forderung: Jede Klasse der Schuleingangsphase benötigt eine halbe Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft, mindestens aber muss jede Schule eine Stelle erhalten.
  • Die GEW NRW setzt sich für einen schulscharfen Sozialindex ein, der genau die Situationen jeder einzelnen Schule berücksichtigt. Ungleiches muss ungleich behandelt werden!
  • Die GEW NRW fordert, dass die Stellen der sozialpädagogischen Fachkräfte nicht mit dem Bedarf der Grundschulen an Sonderpädagog*innen im Kontext von Inklusion verrechnet werden.
  • Die GEW fordert eine Verbesserung der Bezahlung und die Eingruppierung Höhergruppierung von derzeit EG 10 nach EG 11.

Ansprechpartner*innen

Sabrina Bondarowicz
Telefon: +49 173 1731831    
E-Mail: s.bondarowicz@vodafon.de

Susanne Huppke
Telefon: +49 5222 7077773
E-Mail: susanne.huppke@gew-nrw.de

Nicole Jagowski
Telefon: +49 203 5521188
E-Mail: nicole.jagowski@gew-nrw.de

Christiana Kuhnert
Telefon: +49 291 3608
E-Mail: christiana.kuhnert@gew-nrw.de

Thomas Ridder-Padberg
Telefon: +49 221 7605858
E-Mail: thomas.ridder-padberg@gew-nrw.de

Multiprofessionelle Teams im Gemeinsamen Lernen an Grundschulen

Zum Schuljahr 2021/2022 werden erstmals Stellen für Multiprofessionelle Teams (MPT) an Grundschulen ausgeschrieben. Diese Stellen stehen im Kontext der Neuausrichtung des Gemeinsamen Lernens an Grundschulen und sollen die sonderpädagogische Förderung in den Klassen 3 und 4 unterstützen.

Unterstützung des Gemeinsamen Lernens im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen in den Klassen 3 und 4

In den Klassen 3 und 4 sind die sonderpädagogischen Förderbedarfe im  Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen in der Regel förmlich festgestellt. In der Zielperspektive sollen die Grundschulen, an denen Gemeinsames Lernen auf der Grundlage von Nummer 4.1 des Runderlasses „Gemeinsames Lernen in der Grundschule“ eingerichtet wurde, für  sechs Schüler*innen mit förmlich festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache eine Stelle als  Mehrbedarf erhalten, die mit einer Lehrkraft für sonderpädagogische Förderung oder ggf. einer Fachkraft aus den weiteren pädagogischen Berufsgruppen für die Klassen 3 und 4 besetzt werden kann. 

Tätigkeitsschwerpunkte der MPT

Das Arbeitsfeld der MPT muss an den Grundschulen ganz neu entwickelt und die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften entsprechend organisiert werden. Die Vorgaben zur Tätigkeit können dem Erlass entnommen werden, bleiben aber recht unkonkret. Es kommt daher ganz entscheidend darauf an, dass die Rollen- und Aufgabenklärung an jeder Schule erfolgt.

MPT vermitteln somit selbstständig Kenntnisse und Fertigkeiten zum Beispiel in Kleingruppen oder integriert in den Unterricht der Klasse. Die übergeordnete Verantwortung einer Lehrkraft besteht nicht darin, dass die Lehrkraft der MPT-Kraft im Detail vorschreibt, was sie zu tun hat. Wohl aber geht es um Absprachen, gemeinsame Zielfestlegungen und die Orientierung an Förderplänen. Die übergeordnete Verantwortung der Lehrkraft besteht beispielsweise darin, dafür zu sorgen, dass Lehrpläne, das Inklusionskonzept der Schule und das Schulprogramm Grundlage der Tätigkeit bilden. Aus Sicht der GEW NRW sollen MPT nicht als Ersatz für eine Lehrkraft und den Fachunterricht einer ganze Klasse eingesetzt werden.

Die Bildungsgewerkschaft wird genau beobachten, wie sich der Einsatz der MPT in der Praxis entwickelt und an der Seite der MPT für faire Bedingungen eintreten. Der Einsatz der MPT-Kräfte darf nicht dazu genutzt werden, dass Grundschulen Inklusion weitgehend ohne sonderpädagogische Expertise umsetzen müssen.

Arbeitsbedingungen der Kolleg*innen in Multiprofessionellen Teams

Die Arbeitszeit mit den Kindern richtet sich nach den Pflichtstunden der Grundschullehrkräfte, hinzu kommen Vor- und Nachbereitung dieser Arbeit und weitere außerunterrichtliche Aufgaben wie zum Beispiel die Teilnahme an Konferenzen und Elterngespräche. Sozialpädagogische Fachkräfte sind vollwertige Mitglieder Kollegiums und haben im Rahmen der Schulmitwirkung dieselben Rechte und Pflichten wie Lehrkräfte, können also unter anderem in den Lehrerrat oder den Personalrat gewählt oder als Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen bestellt werden.

Weitere Informationen und ein FAQ stellt das Ministeriums für Schule und Bildung NRW zur Verfügung >>

So unterstützt dich die GEW NRW

Die GEW NRW unterstützt dich dabei, deinen Platz im Kollegium zu finden, dich fachlich zu orientieren und deine Rechte und Pflichten zu kennen. Kompetente Ansprechpartner*innen informieren dich über alle Fragen rund um den Arbeitsplatz. Auch der fachliche Austausch wird organisiert. In der GEW NRW engagieren sich Sozialpädagog*innen an Grundschulen in einer eigenen Arbeitsgruppe, neue Mitglieder sind willkommen.

Hier findest du Fortbildungsangebote der GEW >>

Die GEW NRW vertritt als Mitgliedsgewerkschaft im DGB konsequent deine Interessen als Arbeitnehmer*in. Das bedeutet konkret: Die Bildungsgewerkschaft engagiert sich dafür, dass du gut und fair bezahlt wirst und gute Arbeitsbedingungen bekommst. Dabei geht es zum Beispiel um deine Arbeitszeit und die Gleichbehandlung mit Lehrkräften bei der Ferienregelung.

Tarifbeschäftigte in der GEW NRW

Als Tarifbeschäftigte*r profitierst du von den Ergebnissen der Tarifverhandlungen. Die GEW ist Verhandlungspartnerin und kämpft in den Tarifrunden dafür, dass die Tariflöhne erhöht werden. Die angemessene Eingruppierung der Kolleg*innen aus den sozialpädagogischen Berufen ist ein wichtiges Anliegen der Bildungsgewerkschaft. So fordert die GEW, dass bei der Neueinstellung berufliche Vorerfahrungen und förderliche Zeiten großzügig anerkannt werden, damit Kolleg*innen mit Berufserfahrung außerhalb des Schuldienstes keine Einkommenseinbußen erleiden. 

Gute Tarifabschlüsse lassen sich nur erzielen, wenn sich viele Kolleg*innen gewerkschaftlich organisieren und zum Beispiel an Streiks beteiligen. Sozialpädagogische Fachkräfte und Multiprofessionelle Teams (MPT) sind als Tarifbeschäftigte streikberechtigt. GEW-Mitglieder erhalten dann sogar Streikgeld als Ersatz für ihre Lohnausfälle an Streiktagen. Alles zu Tarifrecht und Tarifpolitik >>

Werde Mitglied in der GEW, es lohnt sich! >>

Deine Ansprechpartner*innen findest du unter „Sozialpädagogik in der Grundschule: Fachkräfte in der Schuleingangsphase“.

Lehrkräfte für Herkunftssprachlichen Unterricht (HSU)

Politische Rahmenbedingungen für den Einsatz von  Lehrkräften für den herkunftssprachlichen Unterricht

Der HSU ist ein Angebot des Landes und wird von Lehrkräften erteilt, die Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen sind. Für den herkunftssprachlichen Unterricht sind derzeit im Landeshaushalt 936 Stellen für 23 Sprachen etatisiert. Die Herkunftsstaaten haben keinen Einfluss auf die Auswahl und Arbeit der Lehrkräfte.
Die konkrete Umsetzung des HSU ist im Erlass „Herkunftssprachlicher Unterricht“ vom 28.6.2016 (BASS  13 –61  Nr. 2)  geregelt. Für  den  HSU  gibt  es  einen Lehrplan für  die Jahrgänge 1  bis 4 und 5 und  6 sowie  einen  Lehrplan  für die Sekundarstufe I. Der Lehrplan gilt für alle Sprachen.

Einstellung der Lehrkräfte

Die Einstellung von Lehrkräften für den HSU wurde im Erlass „Herkunftssprachlicher Unterricht“ vom  28.6.2016 (BASS  13 – 61  Nr. 2)  geregelt.

  1. Den herkunftssprachlichen Unterricht erteilen grundsätzlich Lehrkräfte, die die entsprechende Befähigung für ein Lehramt nach deutschem Recht in dem Fach des herkunftssprachlichen Unterrichts besitzen. s können auch Lehrkräfte herkunftssprachlichen Unterricht erteilen, die ein in Nordrhein-Westfalen oder nach nordrhein-westfälischen Vorschriften anerkanntes Lehramt mit 1. und 2. Staatsprüfung in einem anderen Unterrichtsfach als dem ausgeschriebenen Fach erworben haben. Diese Bewerberinnen bzw. Bewerber müssen ihre Sprachkenntnisse durch eine Sprachqualifikation in der zu unterrichtenden Herkunftssprache auf der Kompetenzstufe C 1 des GeR (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen „Lernen, lehren, beurteilen“ des Europarates) nachweisen.
  2. Sofern Lehrkräfte nach diesen Kriterien nicht zur Verfügung stehen, können ausnahmsweise auch Lehrerinnen und Lehrer zugelassen werden, die eine ausländische Lehramtsprüfung für das Fach des HSU nachweisen. Hierbei müssen die Bewerberinnen und Bewerber die Sprachqualifikation gemäß der geforderten Kompetenzstufe C1 in Deutsch nachweisen.

Die Einstellung einer Lehrkraft gemäß Nummer 1 erfolgt unbefristet. Die Lehrkräfte gemäß Nummer 2 können zunächst befristet für max. 2 Jahre eingestellt werden. Danach erfolgt bei Bewährung und erfolgreicher Teilnahme an der Weiterqualifizierungsmaßnahme „Herkunftssprachenlehrkräfte an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I“ die Übernahme in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis.
Die Vergütung erfolgt nach dem TV-L und den einschlägigen Eingruppierungserlassen. Für die Bewerber*innen gemäß Fallgruppe 1 ist bei Vorliegen der laufbahnrechtlichen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen eine Übernahme in das Beamtenverhältnis vorgesehen.

Einsatz der HSU Lehrkräfte

Die HSU-Lehrkräfte können an mehreren Schulen und Schulformen eingesetzt werden. Jede HSU-Lehrkraft hat eine Stammschule sowie eine entsprechend zuständige Schulaufsichtsbehörde. Eine große Mehrheit (ca. 700) der HSU Lehrkräften sind Mitglied eines Grundschulkollegiums. Die Stammschule erstellt in Absprache mit den betroffenen Schulleitungen der Einsatzschulen die Einsatzpläne. Diese werden vom zuständigen Personalrat mitbestimmt.

Arbeitsbedingungen der HSU Lehrkräfte

Die Zahl der wöchentlichen Pflichtstunden der HSU-Lehrkräfte richtet sich nach der Schulform der Stammschule. HSU-Lehrkräfte sind vollwertige Mitglieder des Lehrerkollegiums und haben im Rahmen der Schulmitwirkung dieselben Rechte und Pflichten. Sie nehmen an den Konferenzen und Dienstbesprechungen der Stammschule teil.

HSU-Lehrkräfte in der GEW NRW – mitmachen!

Die GEW NRW ist ein starker Partner. Sie kämpft für gute Tarifabschlüsse und setzt sich für gute Arbeitsbedingungen aller Kolleg*innen ein. Dabei hat die GEW die besondere Situation von HSU-Lehrkräften im Blick. Kompetente Ansprechpartner*innen informieren über alle Fragen rund um den Arbeitsplatz Schule.

Forderungen der GEW NRW für HSU-Lehrkräfte

  • Der Einsatz an mehreren Standorten bzw. Schulformen muss möglichst minimiert und im optimalen Fall auf eine Schule beschränkt werden. Bei einem Einsatz an mehreren Schulen müssen die betroffenen Lehrkräfte für die Fahrtzeiten und Arbeiten angemessen entlastet werden.
  • HSU-Lehrkräfte werden als „Nicht-Erfüller“ in der Regel in Entgeltgruppe EG9 oder EG10 eingruppiert. Die GEW NRW fordert eine bessere Eingruppierung!
  • In ganz NRW müssen Fortbildungsangebote speziell für den HSU sichergestellt werden. Zudem müssen Möglichkeiten eröffnet werden, sich berufsbegleitend für weitere Fächer zu qualifizieren.
  • Hochschulabschlüsse der HSU- Lehrkräfte, die nach dem Recht des Heimatlandes den Zugang zur Ausübung des Lehrerberufes ermöglichen, sollen entsprechend der EU-Richtlinie wie Abschlüsse von Lehrkräften mit einem in Deutschland erworbenen Abschluss anerkannt werden. Eventuelle Defizite in der Ausbildung sollen durch berufsbegleitende Maßnahmen ausgeglichen werden.

Info

  • Runderlass „Herkunftssprachlicher Unterricht“ vom  28.6.2016 (BASS  13 –61  Nr. 2)
  • „Handreichung für Schulaufsicht, Schulleitungen sowie HSU-Lehrkräfte“ Herkunftssprachlicher Unterricht im Regierungsbezirk Arnsberg
  • Runderlass „Integration und Deutschförderung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler“  (BASS 13-63 Nr. 3),
  • Runderlass zur Ausländische Lehrkräfte an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I (BASS 20-22 Nr. 8 Anlage 1 Nr. X)
  • Verordnungen AO-GS (BASS 13-11, Nr. 1.1)
  • APO-SI (BASS 13-21, Nr.1.1.)

Ansprechpartner

Zülfü Gürbüz
Telefon: +49 2371 779097
E-Mail: zuelfue.guerbuez@gew-nrw.de

Seiteneinsteiger*innen

Politischen Rahmenbedingungen für Seiteneinsteiger*innen

Aufgrund des großen Lehrkräftemangels wurde für Grundschulen zunächst befristet bis Juli 2021 die Möglichkeit für die Fächer Sport, Musik, Kunst und Englisch geschaffen, ohne Lehramtsstudium dauerhaft auf der Stelle einer Lehrkraft beschäftigt zu werden. Ein Hochschulabschluss – Bachelor oder Master – in einem der Fächer ist Voraussetzung. Der Seiteneinstieg an Grundschulen führt nicht zum Erwerb des Lehramts. Nach der Pädagogischen Einführung und einer Bewährungsfeststellung durch die Schulleitung wird eine unbefristete Lehrerlaubnis für ein Fach erteilt. Die Bezahlung erfolgt in der Regel nach EG10 Tarifvertrag der Länder (TV-L).

Tätigkeiten von Seiteneinsteiger*innen

Seiteneinsteiger*innen können an zwei, maximal drei Schulen eingesetzt werden. Das zuständige Schulamt entscheidet darüber auf Grundlage der Bedarfssituation. Über den konkreten Einsatz an der Schule entscheidet die Schulleiter*in. Auch ein Einsatz in weiteren Fächern – selbst als Klassenleitung – ist möglich.
Die GEW NRW fordert mehr Unterstützung für Seiteneinsteiger*innen und Qualifizierungsmöglichkeiten für weitere Fächer in sogenannten Z-Kursen.

Arbeitsbedingungen von Seiteneinsteiger*innen

Die Arbeitszeit der Seiteneinsteiger*innen entspricht der Arbeitszeit von grundständig ausgebildeten Lehrkräften. Zu den 28 Unterrichtsstunden kommen Vor- und Nachbereitung sowie die Übernahme weiterer außerunterrichtlicher Aufgaben hinzu. Seiteneinsteiger*innen sind vollwertige Mitglieder des Lehrer*innenkollegiums und haben im Rahmen der Schulmitwirkung dieselben Rechte und Pflichten.

Seiteneinsteiger*innen in der GEW NRW – mitmachen!

Die Fachgruppen Grundschule der GEW NRW vertritt die Interessen aller Kolleg*innen an Grundschulen und setzt sich für gute Arbeitsbedingungen ein. Kompetente Ansprechpartner*innen informieren über alle Fragen rund um den Arbeitsplatz Schule. Hier gehts zu den Fortbildungen und Fachtagungen der GEW NRW für Seiteneinsteiger*innen >>

Forderungen der GEW NRW zum Seiteneinstieg an Grundschulen

  • Die GEW NRW fordert die Schaffung von Möglichkeiten zum berufsbegleitenden vollständigen Erwerb des Lehramts für Seiteneinsteiger*innen an Grundschulen.
  • Die GEW NRW fordert mehr Unterstützung für Seiteneinsteiger*innen und Qualifizierungsmöglichkeiten für weitere Fächer in sogenannten Z-Kursen.
  • Die GEW NRW kritisiert, dass es für Seiteneinsteiger*innen an Grundschulen keine Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt – das muss sich ändern!

Ansprechpartner*innen

Susanne Huppke
Telefon: +49 5222 7077773
E-Mail: susanne.huppke@gew-nrw.de

Zülfü Gürbüz
Telefon: +49 2371 779097
E-Mail: zuelfue.guerbuez@gew-nrw.de


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