GEW auf Arbeitnehmerempfang der Landesregierung

Tarifaktion vor 450 Gästen in Neuss

Mehr als 450 Gäste aus der Arbeitnehmerschaft fanden sich anlässlich des Tages der Arbeit im Swissotel Neuss zum Arbeitnehmerempfang der Landesregierung ein. An diesem traditionellen Empfang nahmen in diesem Jahr zahlreiche Vertreter*innen aus dem Kreis Viersen - unter ihnen Kolleg*innen der GEW Viersen - teil.
GEW auf Arbeitnehmerempfang der Landesregierung

Foto: Michael Luhrenberg/iStock.de

70 Jahre NRW wurden feierlich gewürdigt. In den Reden des Vorsitzenden des DGB NRW, Andreas Meyer-Lauber, und der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft kamen zentrale Punkte des gesellschaftspolitischen Diskurses wie rechtspopulistische Tendenzen, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus oder Tarifpolitk zur Sprache. Konkrete politische Erfolge, aber auch „Baustellen" in NRW, die schnellstens bearbeitet werden müssen, wurden thematisiert. Ein Jahr vor der Landtagswahl in NRW nutze Andreas Meyer-Lauber seine Rede u.a. dazu, die Forderungen des DGB NRW und seiner Gewerkschaften an die Landespolitik deutlich zu formulieren.

Wir bleiben am Ball: Für eine gerechte Eingruppierung

Bei einer spontanen Aktion auf dem Empfang erinnerte Klaus Neufeldt (GEW Viersen) Ministerpräsidentin Hannelore Kraft an ihr Versprechen, die tarifbeschäftigten Lehrer*innen nicht im Regen stehen zu lassen. Im Gespräch mit der Ministerpräsidentin forderte Klaus Neufeldt endlich mehr für die schlechter gestellten 40.000 tarifbeschäftigten Kolleg*innen in den Schulen in NRW zu tun. Hannelore Kraft möge ihren Einfluss auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) geltend machen, um sich für eine gerechtere Eingruppierung einzusetzen. Er kritisierte erneut den vom Deutschen Beamtenbund mit der TdL abgeschlossenen Tarifvertrag für die Eingruppierung als Mogelpackung.

Inklusion: Nachbesserung erforderlich

Der GEW Kollege Dieter Gerdes (GEW Stadtverband Wuppertal) überreichte Hannelore Kraft ein Materialpaket zum Thema Inklusion mit die Aufforderung, sich für eine deutliche Verbesserung der Situation an den Schulen stark zu machen. Eine gelingende Inklusion brauche nicht nur guten Willen, sondern vor allem mehr Ressourcen.