GEW NRW - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
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Der Arbeitsplatz 'Weiterbildung'


Prekäre Arbeit in der Weiterbildung 

Wie ist es möglich, dass hochqualifizierte Lehrkräfte, die im Bereich der Weiterbildung arbeiten, so wenig verdienen? Mit dieser Frage haben sich Referneten und Teilnehmer der GEW-Herbstakademie 2008 auseinandergesetzt und Aspekte "Prekärer Arbeit in der Weiterbildung" diskutiert.

Prekäre Arbeit wird in der Öffentlichkeit in der Regel mit gering Qualifizierten assoziiert. Das stimmt aber so nicht, denn auch hoch qualifizierte Menschen wie Lehrkräfte in der Weiterbildung sind davon betroffen. Prekäre Arbeit ist geprägt durch Unsicherheit und Diskontinuität, durch geringe Verdienste am Rande des Existenzminimums. Dazu gehören befristete Arbeitsverhältnisse, Mini Jobs ohne Sozialversicherungspflicht und scheinbar freiberufliche Tätigkeiten bis hin zu Ein-Euro-Jobs.

Die Annahme, dass freiberuflich Tätige wie Honorarlehrkräfte als sogenannte Arbeitskraftunternehmer ihr „eigener Herr“ sind und viele Freiheitsspielräume haben, hat nur sehr begrenzte Gültigkeit. Es gibt zwar bekanntermaßen selbstständige Referenten und Lehrkräfte, die hohe Honorare erhalten, jedoch arbeitet die große Mehrheit der Honorarlehrkräfte – zum Beispiel in Integrationskursen – häufig für Dumping-Honorare. Sicher nicht freiwillig sondern gezwungenermaßen, weil sie sonst ohne Arbeit da stehen und sich und ihre Familien nicht ernähren können.

Die Dokumentation zur Tagung steht kostenlos zum Download zur Verfügung