GEW NRW - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
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ARBEIT UND RECHT

Der Arbeitsplatz 'Weiterbildung'


GEW-Schwarzbuch Nr. 2

Arbeit in Integrationskursen: Im sozialen Abseits!

Der Hauptvorstand der GEW hat Ende September 2012 ein neues Schwarzbuch Weiterbildung zum Thema Schwarzbuch 2. Arbeit in Integrationskursen  veröffentlicht.

Schon in ihrem ersten Schwarzbuch zur Beschäftigungssituation in der Weiterbildung von 2010 werden prekären Arbeitsverhältnisse im staatlich organisierten Weiterbildungsbereich aufgezeigt, um auf die Dringlichkeit von besseren Rahmenbedingungen für die Weiterbildung aufmerksam zu machen.

Im nun vorliegenden Schwarzbuch weist die GEW auf den Skandal hin, dass die Lehrkräfte, die für die Vermittlung der deutschen Sprache für Migrantinnen und Migranten im Rahmen der Integrationskursverordnung (IntV) tätig sind, selbst ins soziale Abseits gedrängt werden. Dieses Unrecht geschieht in staatlicher Regie auf Bundesebene, denn die Steuerung der Integrationskurse erfolgt durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das wiederum den Weisungen des Bundesinnenministeriums (BMI) zu folgen hat.


Prekäre Arbeit in der Weiterbildung 

Schwarzbuch 'Weiterbildung'

Die GEW fordert, die Weiterbildung endlich zur vierten Säule des deutschen Bildungssystems auszubauen. Dafür ist eine solide Finanzierung des Weiterbildungsbereiches erforderlich. Gute Weiterbildung braucht gute Arbeitsbedingungen.

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Das Schwarzbuch "Weiterbildung" bringt es an den Tag. Viele Beschäftigte in der Weiterbildung arbeiten zu Hungerlöhnen – trotz hohen Qualifikationsniveaus. Die Studie, die das Institut für Berufs- und Weiterbildung an der Universität Duisburg-Essen (Lehrstuhl Prof. Rolf Dobischat) im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung erstellt hat beschreibt auf der Basis von Interviews die prekäre Lage der Lehrkräfte, die vor allem von öffentlich finanzierten Maßnahmen, Hauptauftraggeber sind die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesamt für Mitgration und Flüchtlinge (BAMF), leben.

Forderungen der GEW: Die Bundesregierung soll den Branchentarifvertrag "Weiterbildung" für allgemeingültig erklären. Für Lehrende, die Integrationskurse für Migranten anbieten, ist ein Mindesthonorar von 30 Euro pro Unterrichtsstunde angemessen.

Wie ist es möglich, dass hochqualifizierte Lehrkräfte, die im Bereich der Weiterbildung arbeiten, so wenig verdienen? Mit dieser Frage haben sich auch Referenten und Teilnehmer der GEW-Herbstakademie 2008 auseinandergesetzt und Aspekte "Prekärer Arbeit in der Weiterbildung" diskutiert.


Mindestlohn in der Weiterbildung

Weitmarer Aufruf

Auf der Weimarer Herbstakademie der GEW ist die Weigerung der Bundesarbeitsministerin, den Branchentarifvertrag Weiterbildung für allgemeinverbindlich zu erklären, scharf kritisiert worden. Mit dem "Weimarer Aufruf" soll für eine Revision dieser Entscheidung politisch mobilisiert werden. Mindestlohn für alle in der Weiterbildung Beschäftigten. Gute Bildung braucht Qualität und Qualität hat ihren Preis.

Unterschreiben Sie den "Weimarer Aufruf" (Erstunterzeichner sind u.a. die Thüringer Minister Matschie und Machnig, beide SPD) und sammeln weitere Unterschriften.


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Umfassende Infos zur Weiterbildung bzw. zum Arbeitsplatz Weiterbildung gibt es im Online-Archiv der GEW.


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