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GEW zum „Konnexitäts-Gutachten“

Das Land ist in der Pflicht - Qualität hat ihren Preis

Nach Veröffentlichung des Gutachtens zu den finanziellen Folgewirkungen der schulischen Inklusion sieht die GEW die Landesregierung in der Pflicht, den Kommunen zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen.  Der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm hat ein landesweites Ausgabenvolumen von insgesamt 113,5 Mio. EURO für das laufende und die nächsten drei Schuljahre bis 2016/17 errechnet, nachdem eine Studie im Auftrag der kommunalen Spitzenverbände 2013 deutlich höhere Kosten berechnet hatte.
 
„Jetzt ist klar, die Umsetzung der Inklusion in den Schulen erfordert zusätzliche Ausgaben der Schulträger in Millionenhöhe. Daher ist nun das Land am Zuge, Qualität hat ihren Preis“, erklärte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer nach Bekanntwerden des Gutachtens.

Zum Hintergrund


In einer gemeinsamen Erklärung hatten im Sommer letzten Jahres die GEW und die Lehrerverbände sowie die kommunalen Spitzenverbände NRW  Anfang des Jahres mehr Finanzmittel für die Inklusion gefordert und die Einstellung zusätzlichen Personals – nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Pflege- und Assistenzkräfte, Schulbegleiter und Schulsozialarbeiter – verlangt. Zuzüglich zur erforderlichen Ressourcenausstattung für inklusionsgeeignete Lehr- und Lernmittel gehörten auch investive Mittel für die Herstellung von Barrierefreiheit in den Schulen, ein ergänzendes Raumprogramm sowie Mittel für die Schülerbeförderung.
 
Die GEW hatte von Beginn der Inklusionsdebatte verbindliche Qualitätsstandards für inklusive Schulen und kleine Klassen mit Doppelbesetzung gefordert. Maximal 20 Schülerinnen und Schüler, davon maximal fünf Kinder mit Behinderungen sollen von einer Regelschullehrkraft und von einer Sonderpädagogin oder einem Sonderpädagogen unterrichtet werden. Insbesondere soll auch in regionalen Fachzentren für Inklusion, die bislang noch gar nicht vorgesehen sind,  eine kontinuierliche fachliche Qualifizierung der Lehrkräfte, Austausch der multiprofessionellen Teams und intensive Beratung und Unterstützung der Schulen organisiert werden.


Pressesprecher

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