Warnstreik am 4. Mai in 10 Städten
Unter dem Motto "Aussitzen gilt nicht!" haben sich gut 2.500 angestellte Lehrkräfte an den Warnstreikaktionen der GEW und der dbb Tarifunion in zehn Städten NRWs beteiligt. An den Schulen kam es deshalb allenthalben zu außerplanmäßigem Unterrichtsausfall. Die Lehrerinnen und Lehrer fordern einen Tarifvertrag, der eine einheitliche und bessere Bezahlung regeln soll. Die Aktionspalette an den Streikstandorten – Bielefeld, Münster, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Köln und Bonn - reichte von spektakulären Flashmob-Aktionen über Sketche bis hin zu symbolischen Aktionen zum Thema „Aussitzen gilt nicht“. In Duisburg und Bochum wurden politische Grußbotschaften an Finanzminister Linssen übermittelt, der das gewichtige Land NRW in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vertritt.
Die Aktionspalette an den Streikstandorten – Bielefeld, Münster, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Köln und Bonn - reichte von spektakulären Flashmob-Aktionen über Sketche bis hin zu symbolischen Aktionen zum Thema „Aussitzen gilt nicht“.

- Aussitzen gilt nicht!

- Duisburg
In Duisburg und Bochum wurden politische Grußbotschaften an Finanzminister Linssen übermittelt, der das gewichtige Land NRW in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vertritt.

- Ilse Schaad in Duisburg

- Vor dem Landtag in Düsseldorf
GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber gab auf der Kundgebung in Düsseldorf den Ärger der Streikenden über die Verschleppungsstrategie der Arbeitgeber bei den Verhandlungen über eine Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte (L-ego) wieder. "Seit 50 Jahren werden Lehrkräfte nach Arbeitgeberrichtlinien ohne Beteiligung der Gewerkschaften eingruppiert. Das muss beendet werden." Für 20.000 angestellte Ärzte bundesweit gebe es einen einheitlichen Tarifvertrag, nicht aber für die 200.000 Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen Deutschlands. Zwar seien die angestellten Lehrkräfte in der Minderheit, dies sei aber kein Grund, sie ohne Tarifvertrag zu geringeren Löhnen abzuspeisen. Das werde die GEW nicht länger akzeptieren.

- Berechtigter Ärger

- Demo in Bochum
Auf der Streikversammlung in Duisburg warf Tarifexpertin Ilse Schaad, zugleich Verhandlungsführerin der GEW, den öffentlichen Arbeitgebern vor, ihnen sei die Tätigkeit eines Hauptschullehrers weniger wert als die eines Gymnasiallehrers.

- Kundgebung in Köln

- Aktion in Wuppertal
„Alle wollen eine hohe Qualität und verlangen dementsprechend eine hochwertige Schulbildung.“ Dann müsse man die Lehrer auch entsprechend vergüten. Gerade mit Blick auf den wachsenden Lehrermangel sei eine gerechte Bezahlung notwendig. „Wir wollen“, so Schaad, „eine Bezahlung unabhängig von der Schulform.“ Das hieße Entgeltgruppe 13 für alle Lehrer mit Hochschulabschluss und für Absolventen mit zweitem Staatsexamen die Entgeltgruppe 14, vergleichbar der Besoldungsgruppe A 13 im Beamtenbereich. Bislang werden Lehrkräfte in NRW schlechter bezahlt als andere Akademiker im öffentlichen Dienst (EG 13). Die Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen werden in EG 11 einsortiert, 60 % der Lehrkräfte sogar unterhalb dieses Niveaus, weil sie keine vollständige Lehrerausbildung haben, aber oftmals seit Jahrzehnten ebenfalls Unterricht erteilen wie alle anderen Beschäftigten in Schulen.






