Unsere Themen - unsere Positionen
Neuregelung der Arbeitszeit
Wir brauchen Entlastung!
CDU- und FDP-Fraktion fordern in ihrem Antrag an den Landtag "gerechtere und flexiblere Lehrerarbeitszeiten" als allgemeinverbindliches Zeiterfassungsinstrument aller Schulformen. Auf eine Arbeitsentlastung der Lehrer und Lehrerinnen ist allerdings nicht zu hoffen.
Seit Jahren
- überschreitet die Arbeitsbelastung Zumutbarkeitsgrenzen,
- warten wir vergebens auf neue Aufgabenformate, die die Korrekturbelastung erheblich reduzieren könnten
- müssen gerade die Höchstbelasteten immer neue Aufgaben (Lernstandserhebungen,zentrale Prüfungen)übernehmen,
- wird das Kollegium einer Schule dafür verantwortlich gemacht, wenn LehrerInnen nicht mehr wissen, wie sie mit der Arbeitslast fertig werden können.
Wir brauchen keine neuen Arbeitszeitmodelle!
Die KollegInnen, die über die Grenzen hinaus beansprucht werden, müssen endlich entlastet werden. An einer Verdopplung der Anrechnungsstunden führt kein Weg vorbei!
Auch wenn wir aufgrund von vielen negativen Erfahrungen mehr als skeptisch gegenüber Jahresarbeitszeitmodellen sind:
Wir bieten den Kollegien, die sich für die Einführung eines Modells entscheiden, unseren Rat und unsere Unterstützung an.
Korrekturmarathon
Arbeitsbelastung nicht mehr bewältigbar
Seit Sommer 2007 findet in jedem Sommerhalbjahr ein Korrekturmarathon statt. Neben all den anderen Belastungen müssen innerhalb weniger Wochen Zentralabitur, zentrale Prüfungen 10 und Lernstandserhebungen bewältigt werden. Eine solche Belastung hält kein Kollegium aus. Das Unmaß an Belastungen ruiniert die Gesundheit und lässt keinen Platz für vernünftigen Unterricht!
Die Probleme bleiben
Schulzeitverkürzung
So wie die Landesregierung die Schulzeitverkürzung organisiert, konnte sie nicht gelingen! Kürzere Schulzeiten verlangen eine Entfrachtung der Inhalte. Immer mehr in kürzerer Zeit - das geht zu Lasten der SchülerInnen und der LehrerInnen.
Die Planungsfehler bei G 8 werden so nicht gelöst
Ganztags"offensive" - das Scheitern vorprogrammiert?
An Selbstbewusstsein fehlt es der bildungspolitischen Marketingabteilung des Ministeriums nun wirklich nicht: es muss schon eine „Offensive“ sein. Die Anforderungen des Ganztagskonzepts der Landesregierung stellen die Schulen vor Ort vor erhebliche Probleme. So wichtig es auch ist, dass Schulen für ihre SchülerInnen eine Übermittagbetreuung sichern können: Die hausgemachten Probleme von G 8 werden so nicht gelöst. Es kommen sogar neue hinzu.
Am 10. November 2008 haben sich die Delegierten der Fachgruppe Gymnasium intensiv mit dem Ganztagskonzept auseinandergesetzt. Die Einschätzung der Rahmenbedingungen und die Forderungen finden Sie in folgendem Beschluss:
Durch die Ganztags"offensive" hat die Landesregierung versucht, der zunehmenden Unruhe der Elternschaft über G 8 zu begegnen. Die auch durch G 8 verursachten Wahlniederlagen der CDU in Hessen und der CSU in Bayern machten der NRW-CDU sehr deutlich, dass Aussitzen diesmal die falsche Strategie ist. Nach wie vor ist die Unruhe bei den Eltern groß. KollegInnen in den Grundschulen berichten von besorgten Anfragen von Eltern schon in den ersten Klassen.
An mehreren Orten, z.B. in Bonn, Paderborn und Lünen, haben sich Elterninitiativen gebildet, die auf diesem Weg die Interessen ihrer Kinder politisch vertreten.
Die in Bonn entwickelten Fragebögen sind geeignet, z.B. in Elternversammlungen die Einschätzung und Erfahrung der Eltern (und Lehrer) zu erheben.
Flickenteppich gymnasiale Oberstufe
Jetzt kommt eine "kleine Reform".
Und wieder wird die APO-GOSt verändert: Die Notwendigkeit, die APO-GOSt den Bedingungen der Schulzeitverkürzung anzupassen, ist ja noch nachvollziehbar. Die "notwendige" Anpassung an KMK-Bestimmungen schon nicht mehr: Hat die Landesregierung doch diese selbst verursacht.


